Der vorliegende Band bietet erstmalig die Edition einer Bentheimer Grafenchronik vom Ende des 15. Jahrhunderts. Neben der Edition des Originaltextes erscheint im Paralleldruck die Übersetzung. Die zugrunde liegende Handschrift stammt vermutlich aus den heutigen östlichen Niederlanden, die Sprache ist Mittelniederdeutsch mit niederländischen Einflüssen. Die Chronik ist nicht nur für den deutschen, sondern auch für den niederländischen Sprachraum sehr interessant, weil sie viel aus der Geschichte der Utrechter Bischöfe berichtet, die im Berichtszeitraum mit den Bentheimer Grafen verwandt waren. Eine prominenten Platz nimmt die Schlacht bei Ane (1227) ein, außerdem das Frömmigkeitsleben des Grafen Bernhard von Bentheim, dem Mitbegründer des Klosters Frenswegen.
Friedel Helga Roolfs
Ane, Schlacht bei Bentheim Chronik Frenswegen, Kloster Mittelniederdeutsch Mittelniederländisch Utrecht
Die Chronik ist in einem niederländischniederdeutschem Mischdialekt verfasst, in dem die ijsselländische Variante des Niederländischen vorherrscht, der aber auch deutlich niederdeutsche Einfl üsse aufweist. Aufgrund dieser sprachlichen Besonderheiten ist die Edition darauf ausgerichtet, die Schreibweise der Handschrift möglichst genau bis zu kleinsten Fehlern und Kürzungen zu dokumentieren. Vor allem für die Sprachgeschichte im deutsch-niederländischen Grenzraum sind die Handschrift und ihre Edition von besonderem Wert. Die sorgfältige und gut lesbare Übersetzung erleichtert das Verständnis des Textes. Sie ist mit Erläuterungen versehen, die vor allem die Personen identifi zieren. Quellennachweise, d. i. eine Übersicht der erwähnten Parallelstellen, und ein Literaturverzeichnis runden das kleine Bändchen ab.Gunnar Teske, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe 76, 2012 Die Berliner Handschrift Mgq 812 überliefert eine lange übersehene Chronik der Grafen von Bentheim von den Anfängen bis 1485, die hier in solider Edition vorgelegt wird. Der Text folgt seiner Hauptquelle, der lateinischen Utrechter Chronik von Jan Beke, so eng, dass man teilweise von einer Übersetzung sprechen kann. Ausführlich wird die Sprache des Textes gewürdigt, die unter niederländischem Einfluss steht. Die beigegebene Übersetzung ermöglicht auch oberdeutschen Lesern die bequeme Lektüre. Der Sachkommentar erscheint gelungen.Klaus Graf, in: Archivalia, 20.11.2010 [zur 1. Auflage]
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Die Chronik ist in einem niederländischniederdeutschem Mischdialekt verfasst, in dem die ijsselländische Variante des Niederländischen vorherrscht, der aber auch deutlich niederdeutsche Einfl üsse aufweist. Aufgrund dieser sprachlichen Besonderheiten ist die Edition darauf ausgerichtet, die Schreibweise der Handschrift möglichst genau bis zu kleinsten Fehlern und Kürzungen zu dokumentieren. Vor allem für die Sprachgeschichte im deutsch-niederländischen Grenzraum sind die Handschrift und ihre Edition von besonderem Wert. Die sorgfältige und gut lesbare Übersetzung erleichtert das Verständnis des Textes. Sie ist mit Erläuterungen versehen, die vor allem die Personen identifi zieren. Quellennachweise, d. i. eine Übersicht der erwähnten Parallelstellen, und ein Literaturverzeichnis runden das kleine Bändchen ab.
Gunnar Teske, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe 76, 2012
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