Ilse Spanuth besuchte ab 1937 die Königin-Mathilde-Schule (heute Königin-Mathilde-Gymnasium) in Herford. 1996 hat sie 26 Klassenkameradinnen zu den prägenden Kräften ihrer Kindheit und Jugend befragt. Das subjektive Erleben und der Alltag der Mädchen gewinnt Kontur; ihre Probleme und Ängste, ihre Wünsche und Träume, ihre Gedanken und Gefühle werden lebendig. Ilse Spanuth wollte herausfinden, welchen Einfluss die verschiedenen an der Erziehung beteiligten Institutionen – Familie, Schule, Kirche, BDM – ausgeübt haben. Sie schreibt damit die Gemeinschafts-Biographie einer Mädchenklasse in der NS-Zeit, im Zweiten Weltkrieg und in den ersten Nachkriegsjahren. Das Buch ist ein einmaliges Dokument – nicht nur für die Herforder Schul- und NS-Geschichte.
Ilse Spanuth
Interviews Herford Nationalsozialismus Schule Oral History
Ihre persönlichen Erinnerungen an die NS-Zeit, in der sie von 1937 bis 1944 (und 1946) die Königin-Mathilde-Schule in Herford besuchten, haben 26 Frauen wieder gegeben. Ihre gesamte Schulzeit war von der nationalsozialistischen Politik geprägt. Wie sich dies konkret im Alltag auswirkte, wie die Mädchen den Spagat zwischen BDM und Konfirmandenunterricht, Schule und Familie bewältigten, wollte Ilse Spanuth wissen. Was waren die wirklich prägenden Kräfte ihrer Jugend? Die Interviews lassen den damaligen Alltag wieder lebendig werden, mit seinen ganzen Problemen und Ängsten, Wünschen, Träumen und Gedanken der Mädchen.Ruth Matthes, in: Westfalen-Blatt, 29.11.2005
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