Der Autor begibt sich auf ein bedeutendes, jedoch kaum erforschtes Feld: Die vierzigjährige Geschichte der Beziehungen zwischen der DDR und der VR China. Während der chinesischen Kulturrevolution erreichten die Beziehungen zwischen beiden Ländern ihren Tiefpunkt. Auf Basis einer systematischen Auswertung autoritativer DDR-Presseerzeugnisse, intensiver Archivstudien wie auch veröffentlichter Quellen zeichnet der Autor die Positionierung der SED-Führung zu den Entwicklungen in China wie auch deren mediale Präsentation nach und unterzieht sie einer kritischen Analyse, basierend auf einer fundierten Darstellung der chinesischen Geschichte in dieser Phase. Hintergrund der Auseinandersetzung waren letztlich divergierende politische Grundauffassungen und Sozialismusmodelle.
Beda Erlinghagen
Sozialismusmodelle Kulturrevolution SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) KPCh (Kommunistische Partei Chinas) Volksrepublik China Mao Tse-Tung Medien DDR (Deutsche Demokratische Republik) Maoismus