Die Reorganisation von Unternehmen hat Konjunktur. Kaum überschaubar sind die Konzepte, mit denen die Betriebe für den globalen Wettbewerb fit gemacht werden sollen. Unangefochten dominiert dabei das kurzfristige ökonomische Kalkül. Das Jahrbuch 1996 zieht eine aktuelle Zwischenbilanz der Rationalisierung und Reorganisation in den 90er Jahren. Die hinter den Modelldebatten sich vollziehende reale Entwicklung wird in ihren widersprüchlichen Verläufen und Konsequenzen nachgezeichnet. In den Beiträgen aus den vier herausgebenden Instituten und von externen Autoren wird ein Bogen geschlagen von der globalen industriellen Restrukturierung bis zu neuen Lohnanreizsystemen. Die Autoren diskutieren den Stand und die Entwicklung der Dezentralisierungs- und Vermarktlichungstendenzen, Probleme und Grenzen der Globalisierung, den Stellenwert von Gruppenarbeit im zukünftigen Bild von Produktionsarbeit und neue marktorientierte Formen der Leistungspolitik. Ferner wenden sie sich den Problemen zu, die sich aus einer Übertragung neuer Unternehmenskonzepte auf Bereiche öffentlicher Dienstleistungen ergeben.