Trotz weitgehendem Konsens über die zunehmende Bedeutung der Region in Umbruchszeiten industrieller Produktion und tertiärer Dienste sind die sozialwissenschaftlichen Annäherungen an das komplexe Geflecht von spezifischer regionaler Entwicklung, allgemeiner Technologieentwicklung und neuen Produktions- sowie Dienstleistungsformen auf Weltmarktebene noch sehr divergent. Hier setzen die Bestandsaufnahmen der vier Herausgeberinstitute im Jahrbuch 1995 an. Das IfS Frankfurt spannt einen Bogen von Regionalforschung zu Tendenzen der Innovationspolitik und geht auf Diskussionen um global cities, industrial districts und die Schaffung von Innovationsmilieus ein. Das ISF München analysiert das Verhältnis von Region und neuen Produktionsstrategien an einem Beispiel aus der Automobilindustrie. Das Göttinger SOFI setzt mit der Untersuchung der Umstrukturierung einer ländlichen Region einen Kontrapunkt zur dominanten Verortung von Entwicklung und Modernisierung der Gesellschaft in den Ballungsräumen und Großstädten. Der Beitrag des INIFES überprüft mit den Schwerpunkten Technikeinstellung und Qualifikation regionale Differenzen. Thematisiert werden Innovationsklima und Annahmen zur Standortdebatte.