Auf der Grundlage einer berufsbiographisch orientierten Interview- und Fragebogenerhebung unter "Berufsschuldirektorinnen" werden typische Karrieremotive, Karriereverläufe sowie Orientierungen im Rollen- und Führungsverständnis analysiert.
Zentrales Anliegen der vorliegenden Interview- und Fragebogenuntersuchung ist es, die seither "unsichtbare" Leitungsarbeit, die Frauen im beruflichen Schulwesen leisten, zu erschließen. Am Beispiel der Berufsbiographien von acht "Berufsschuldirektorinnen" der Vor- und Nachkriegsgeneration werden exemplarisch typische Karrieremotive, Karriereverläufe sowie Orientierungen im Rollen- und Führungsverständnis analysiert. Anhand des kontrastiven Vergleichs "Frauenfachschuldirektorin" versus "Gewerbeschuldirektorin" werden zugleich die spezifischen Bedingungen in den traditionell frauen- und männerdominierten Fachrichtungen des beruflichen Schulwesens herausgearbeitet. Mit der vorliegenden Untersuchung sollen die bisher scheinbar geschlechtsneutralen Forschungsergebnisse und Sichtweisen zur schulischen Leitungsarbeit erweitert und zugleich geschlechtsstereotypen Rollenbildern entgegengewirkt werden.
InteressentInnen:
Schulleiterinnen und Schulleiter des beruflichen Schulwesens; Institute für Lehreraus- und -fortbildung.
Angela Forberg