Opernübersetzen ist ein Balanceakt zwischen zwei Sprachen, die sich weder inhaltlich noch lautlich decken. Hinzukommen die Vorgaben der Musik: Sie hat die Anzahl der Silben und die betonten Stellen bereits festgelegt. Jede Zeit versucht, dieser Herausforderung auf ihre Weise gerecht zu werden, und erschafft sich ihren eigenen "Figaro".
Am Beispiel der Figaro-Arie "Non più andrai" (landläufig bekannt als "Nun vergiß leises Flehn, süßes Kosen") des genialen Mozart-Librettisten Lorenzo da Ponte zeigt Ragni Maria Gschwend (selbst langjährige Übersetzerin aus dem Italienischen, jener Opernsprache schlechthin) auf unterhaltsame Weise, wie die zahlreichen Übersetzungen den jeweiligen Zeitgeist, aber auch den Wandel der Mozartrezeption und des Mozartbildes widerspiegeln.
Eine höchst faktenreiche und ganz unakademische Zeitreise von 1786 bis in unsere Tage, eine kleine Kulturgeschichte der künstlerischen Um- und Übersetzung.
Beigefügt ist eine CD mit musikalischen Raritäten: Übersetzungen und Instrumentalbearbeitungen dieser wahrhaft "unsterblichen" Arie, die zum Teil noch nie auf Tonträgern zu hören waren.
Ein Geschenkbuch für Opernfreunde.
Ragni Maria Gschwend
Figaros Hochzeit Mozart-Rezeption Operngeschichte Thema Übersetzen
"Es ist ein Bändchen zum Liebhaben. Originell im Thema, subtil in der Beobachtung und überzeugend in der Auslegung." Opernwelt"Der erfrischende kulturhistorische Beitrag hebt sich - auch typographisch - von den vielen überflüssigen Schnellschüssen zum Mozartjahr erfreulich ab." Forum Musikbibliothek"Ein kleiner, überaus kurzweiliger Band abseits der stark frequentierten Hauptpfade, überdies wunderschön präsentiert." neue musikzeitung
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