In den letzten Jahren zeigte sich insbesondere unter High-tech Start-ups ein Trend zu einer immer schneller ablaufenden Internationalisierung, die zudem schon kurz nach der Gründung der Unternehmen initiiert wurde. Die so¬genannten Born globals expandieren frühzeitig in eine Vielzahl von Länder¬märkten. Anhand detaillierter Fallstudien bei 16 deutschen Start-ups aus der Software- und Internetbranche wird untersucht, wie die Internationalisierung der Unternehmen konkret ablief und vor allem, welche Hintergrundfaktoren diesen Verlauf begründeten.
Kernbestandteil der Arbeit ist insofern eine Ermittlung der Hintergrundfakto¬ren für die schnelle Internationalisierung deutscher High-tech Start-ups. Von herausragender Bedeutung waren dabei u. a. monopolistische Vorteile der Unternehmen (z. B. neuartige Produkte), Skalen- und Netzeffekte sowie die Persönlichkeit des Hauptentscheidungsträgers im Unternehmen. Die ver¬schiedenen Faktoren werden in ein Modell integriert, das die schnelle Inter¬nationalisierung der untersuchten Start-ups zu erklären vermag. Die Faktoren des Modells werden zudem den Theorien aus dem Internationalen Manage¬ment gegenübergestellt, um deren Erklärungsgehalt für diese Hintergrund-faktoren herauszuarbeiten.
Die im Rahmen der Untersuchung identifizierten Hintergrundfaktoren der schnellen Internationalisierung der Software- und Internet-Start-ups bilden da¬bei vor allem für Manager anderer High-tech Start-ups eine Grundlage für die Reflektion über die Initiierung und den Verlauf ihrer eigenen Internationalisie¬rung. Das Buch liefert darüber hinaus wichtige Inhalte für Studenten und Do¬zenten aus dem Bereich des Internationalen Managements sowie für mit Inter¬nationalisierungsthemen befaßte Führungskräfte in Unternehmen.
Alexandra Schmidt-Buchholz
High-Tech Internationalisierung Start-Ups