Weder das Partnerschaftsmodell noch die Frage seiner Bedeutung für wis¬sensintensive Dienstleistungsunternehmungen standen bisher im Mittelpunkt einer wissenschaftlich-ökonomischen Betrachtung. Dies zu ändern, hat sich diese Arbeit zur Aufgabe gemacht.
Nach Prüfung des eigenständigen Modellcharakters der Partnerschaft wer-den zur Definition der situativen Organisationsdeterminante wissensintensive Dienstleistungen gegenüber anderen Gütern abgegrenzt. Aus dieser Abgren¬zung heraus werden spezifische erfolgskritische Rahmenbedingungen abge¬leitet, potentielle organisatorische Lösungsansätze zu ihrer Erfüllung ent¬wickelt und vor diesem Hintergrund das Partnerschaftsmodell mit der klas¬sisch-hierarchischen Organisation verglichen. Abschließend werden weitere situative Faktoren als mögliche Grenzen der Modelleffizienz betrachtet.
Im Ergebnis ermöglicht die Arbeit, ein umfassendes Bild des Partnerschafts¬modells hinsichtlich seiner Elemente und Funktionsweisen zu gewinnen. Dar¬über hinaus wird ein Konzept zur Prüfung der Effizienz einer Unterneh¬mungsorganisation operationalisiert und am Beispiel der Partnerschaft de¬monstriert. Der Anwendungsbereich der Arbeit geht damit weit über das Part¬nerschaftsmodell hinaus. Dies gilt umso mehr, als die Arbeit mit der Anwen¬dung ihres Effizienzkonzeptes Organisationsverantwortlichen detaillierte Ent¬scheidungsgrundlagen liefert.
Thomas Netzer
Dienstleistungsunternehmen Informationen Partnerschaftsmodell