Der Straßenkraftverkehr in der BRD steht momentan vor gravierenden Problemen. Einer stark ansteigenden Verkehrsnachfrage steht keine entsprechende Ausweitung der Infrastruktur gegenüber, so daß es immer häufiger zu erheblichen Verkehrsstauungen kommt. Gleichzeitig trägt der Straßenkraftverkehr aufgrund seiner wachsenden CO2-Emissionen zur Verschärfung der Klimaproblematik bei. Als ein Hauptverursacher des anthropogenen Treibhauseffektes rückt er zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Kritik.
Derzeit werden große Hoffnungen in sogenannte verkehrssteuernde Maßnahmen zur Lösung dieser Probleme gesetzt. Konkret soll der Staat durch den Einsatz nachfrageseitig ansetzender Lenkungsinstrumente sowohl eine effizientere Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur als auch eine Reduzierung des Straßenkraftverkehrs herbeiführen. Hierzu wird u. a. der Einsatz von Lenkungssteuern, elektronischem Road Pricing sowie der Verkehrstelematik empfohlen.
Genau an diesen Empfehlungen setzt die vorliegende Arbeit an, die eine umfassende Darstellung und Untersuchung von insgesamt elf zum Teil bereits praktizierten, zum Teil aber auch erst diskutierten verkehrspolitischen Eingriffsmöglichkeiten des Staates beinhaltet. Sie beurteilt deren Eignung zur Beseitigung der Engpaß- und CO2-Emissionsprobleme im Straßenkraftverkehr und gibt anschließend auf der Basis ihrer Untersuchungsergebnisse konkrete Handlungsempfehlungen für die deutsche Verkehrspolitik.
Martin Franke