Christus macht die Liebe zum Prinzip
menschlichen Handelns. Von daher muss
Gerechtigkeit in der Gesellschaft grundlegendes
Motiv für das Handeln der
Menschen sein. Gottfried Forck
Gottfried Forck war in bewegten Zeiten Bischof der Evangelischen
Kirche in Berlin und Brandenburg. Theologisch
profiliert, geschwisterlich und mit einer beeindruckenden
Demut übte er dieses Amt von 1981 bis 1991 aus. In all
seinen beruflichen Stationen, sei es als Studenten- oder
Gemeindepfarrer, als Leiter des Predigerseminars, als
Generalsuperintendent oder Bischof, verstand er sich in
erster Linie als Pfarrer, der die frohe Botschaft von Jesus
Christus verkündigt. Ihm nachfolgend, stand er an der
Seite der politisch Bedrängten.
Weggefährten berichten von ihren Begegnungen mit
Gottfried Forck und bringen uns zugleich einen wichtigen
Abschnitt der kirchlichen Zeitgeschichte nah. Mit Beiträgen
von Heino Falcke, Wolfgang Huber, Jürgen Henkys,
Karl-Heinrich Lütcke, Lothar de Maizière, Hans Modrow,
Ulrich Schröter, Manfred Stolpe und vielen anderen.
Gottfried Forck (1923–1996) war ein besonderer Bischof. Er öffnete für oppositionelle Jugendgruppen die Kirche, für Gefangene forderte er politische Regelungen. Seine theologische Prägung, seine Dissertation, seine besonderen Begabungen und Eigenschaften, der Umgang mit dem Aufnäher „Schwerter zu Pflugscharen“, sein Engagement in den Zeiten der Friedlichen Revolution, seine Umgangsformen, die Freude am Geburtstagskarten-Schreiben – dies und vieles andere schildern 32 Zeitzeugen eindrucksvoll. So wird auch neunzehn Jahre nach seinem Tod das Bild eines Mannes vermittelt, dessen Spuren vor allem in der Kirche bis heute nicht verwischt sind und dessen Fragen und engagiertes Handeln aktuell bleiben.
• Persönliche, bisher unveröffentlichte Zeitzeugenberichte
• Besonderer Beitrag zur kirchlichen Zeitgeschichte in der DDR
Martin-Michael Passauer
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