Die westliche Psychologie und Psychiatrie behandelt Schizophrenie in der Regel als krank-hafte Abweichung von der „Normalität“. Eine Sichtweise, welche Folge und Ausdruck der Gesellschaft ist.
Markus Wiencke begibt sich in einen anderen kulturellen Kontext, um eine abweichende Wahrnehmung von Geisteskrankheit kennen zu lernen. In spiritistischen Zentren im brasilia-nischen Recife nähert er sich den Religionen Candomblé, Umbanda und Kardezismus.
Nach einer allgemeinen Einführung in Vorstellungswelt und Pantheon der drei religiösen Strömungen, zeigt er anhand zahlreicher Interviews, dass Schizophrenie dort als Besessenheit gedeutet wird und erläutert die Folgen für die Behandlung von und den Umgang mit den „Kranken“.
Markus Wiencke
Candomblé Kardezismus Psychose Psychotherapie Schizophrenie Umbanda