In Wolf Erlbruchs "Ente, Tod und Tulpe" ist der Tod ein leichtfüßiger Begleiter, von Anfang an da, man merkt's nur nicht.
Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Tod. Ganz unbefangen. Alle Eltern wissen das und haben selten eine unbefangene Antwort parat. In Wolf Erlbruchs "Ente, Tod und Tulpe" ist der Tod ein leichtfüßiger Begleiter, schon immer da, man merkt's nur nicht. Schon länger hatte die Ente so ein Gefühl: "Wer bist du - und was schleichst du hinter mir her?" "Schön, dass du mich endlich bemerkst", sagte der Tod. "Ich bin der Tod." Die Ente erschrak. Das konnte man ihr nicht übel nehmen. "Und jetzt kommst du mich holen?" "Ich bin schon in deiner Nähe, so lange du lebst - nur für den Fall." "Für den Fall?" fragte die Ente. "Na, falls dir etwas zustößt. Ein schlimmer Schnupfen, ein Unfall, man weiß nie." Man weiß nie - aber man weiß, dass in Wolf Erlbruchs poetischen Bildern und Geschichten die großen Fragen einfache Antworten finden: für Kleine und Große.
Wolf Erlbruch
Wolf Erlbruch, geboren 1948, war bis 2009 Professor für Illustration an der Bergischen Universität Wuppertal. 2017 erhielt Wolf Erlbruch als erster deutscher Künstler den renommierten Astrid Lindgren Memorial Award für sein Gesamtwerk. Zudem wurde er mit dem Gutenbergpreis der Stadt Leipzig, dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises sowie mit der Hans Christian Andersen Medaille ausgezeichnet. Am 11. Dezember 2022 ist Wolf Erlbruch gestorben.
Tod Trauer Gefühle Emotionen Bilderbuch für Erwachsene
"Ein Meisterwerk (…) Wolf Erlbruch verfügt über eine Palette von Ausdrucksmöglichkeiten wie kein anderer Illustrator unserer Zeit (…) „Ente, Tod und Tulpe“ ist — und das will einiges heißen — sein schönstes Bilderbuch, ein Virtuosenstück im Umgang mit dem größten aller Menschheitsthemen." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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"Es ist ein kleines Wunder, wie Erlbruch dieses Thema für Kinder zugänglich macht, über das selbst Erwachsene oft nur schwer sprechen können." Hannoversche Allgemeine
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"Der großartige Texter und Illustrator Wolf Erlbruch erzählt in seinem wunderbaren, nur wenige Seiten langen Büchlein „Ente, Tod und Tulpe“ nicht nur die Geschichte des Weggehens und des Sterbens, sondern skizziert leichthändig auch die Parabel einer kurzen Berührung zweier Einsamkeiten. … Zart, warm und melancholisch ist der Ton der kurzen Bildtexte und sanft der Strich der Illustrationen." Der Standard
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"Erneut erweist sich der Illustrator Erlbruch als Meister der bildnerischen Erzählung mit knappsten Mitteln, die gleichwohl eine große Wirkung entfalten."
Evangelisches Literaturportal
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"Wolf Erlbruchs allerschönstes Buch... ein hinreißender Autor, ein so lakonisch wie effizienter Geschichtenerzähler."
Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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"Wolf Erlbruchs 'Ente, Tod und Tulpe' zeigt einen behutsamen, liebevollen, geduldigen Tod, der die Ente erst dann zu sich nimmt, als sie selbst müde und dazu bereit ist."
Tilman Spreckelsen, FAZ
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