Ein hintergründiger Krimi mit schnellen, prägnanten Szenenwechseln, schrägen Beobachtungen, und einem sprachmächtigen und wortwitzigen Kommissar.
Eine ganze Stadt scheint sich aufzulösen: Drogen aus alten Wehrmachtszeiten zirkulieren unter dem Namen »Führer-« oder »Panzerschokolade«, Crystal Meth-Depots explodieren, Hausflure brennen, um letzte Mieter zur Flucht zu bewegen, über Facebook werden riesige Partys am Wannsee organisiert, auf denen reiche Menschen ihren Abschied aus dem Leben zelebrieren, um dann doch weiterzuleben.
Für Goster, den Philosophen unter den Kommissaren, ist erstmal kein roter Faden, geschweige denn ein Sinn hinter all diesen verstörenden Ereignissen zu erkennen. Erst als nach einem relativ simplen Mord in der Berliner Hasenheide, begangen an einer scheinbar harmlosen Mutter von drei Kindern, sich Querverbindungen sowohl zu skrupellosen Immobilien- wie Pervitinhändlern ergeben und inszenierte, auf falsche Fährten lockende Bluttaten in eine merkwürdige Happening-Szene verweisen, kommt Goster der Sache auf die Spur.
Gerd Zahner
Gerd Zahner, 1957 in Singen/Bodensee geboren, studierte in Freiburg und Berlin Rechtswissenschaften und lebt in Konstanz als Rechtsanwalt und Theaterkritiker. Er schrieb zahlreiche Theaterstücke. »Goster« (Transit Buchverlag 2018), sein erster Roman, wurde, noch vor seinem Erscheinen als Buch 2016/17 von Didi Danquart verfilmt, 2017 in der ARD und auf dem Münchner Filmfest gezeigt und war für den Grimme-Preis 2018 nominiert. 2019 stand der Roman auf der Shortlist für den Glauser-Debütpreis.
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»Gerd Zahner kann schreiben und nicht nur irgendwie Spannung erzeugen.«
Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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