Mehrsprachige Diskurssammlungen gehören zu den am häufigsten verwendeten Fremdsprachenlehrwerken der frühen Neuzeit und stellen daher eine wichtige Quelle zur Erforschung der Sprachverwendung im 16. und 17. Jahrhundert dar.
Die Arbeit erschließt den fremdsprachendidaktischen Kontext englischsprachiger Materialien und analysiert pragmalinguistische Aspekte der dort abgedruckten Gespräche. Im Mittelpunkt der sprachwissenschaftlichen Analyse stehen die zahlreichen Anredeformen und Diskursmarker, die als Kennzeichen mündlicher Sprache gelten und deren Verwendung sich während der frühen Neuzeit parallel zum gesellschaftlichen Wandel verändert. Außerdem wird anhand der in den Texten abgedruckten Verkaufsgespräche die globale Gesprächsstruktur untersucht. Die Arbeit trägt nicht nur zu einem besseren Verständnis der Geschichte des Fremdsprachenunterrichts und des englischen Sprachgebrauchs in der frühen Neuzeit bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur (historischen) Pragmatik.
Monika Becker
(Historische) Pragmatik Anredeformen Anredepronomen Diskursmarker Fremdsprachendidaktik Fremdsprachenlehrwerke der frühen Neuzeit Frühneuenglisch Geschichte des Fremdsprachenunterrichts Gesprächsbücher Pragmalinguistik Srachwiss. Analyse