Bauch Das Pontifikale Gundekarianum

Das Pontifikale Gundekarianum

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Faksimile-Ausgabe des Codex B 4 im Diözesanarchiv Eichstätt

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Beschreibung

1071 von dem Eichstätter Bischof Gundekar II. (1057 bis 1075) als Pontifikale begonnen, wurde das Gundekarianum sechs Jahrhunderte lang von seinen Nachfolgern genutzt und ergänzt. Es ist die umfangreichste mittelalterliche Zusammenstellung dieser Art und für die Liturgiegeschichte von höchstem Wert. Am Anfang steht ein Bildteil, der u.a. Miniaturen Christi, Heiliger und aller 18 Eichstätter Bischöfe inklusive Gundekar enthält. Diese Reihe wurde im Laufe der Zeit fortgesetzt und enthält ab 1300 auch Einzelporträts der Bischöfe und ihre Vita.
Zu den Illustrationen - die letzte entstand 1517 - zählen 29 Deckfarben-Miniaturen sowie große und kleine goldgeschmückte Initialen. Sie zeigen die Entwicklung der Buchmalerei geradezu lehrbuchhaft auf und geben dem Codex den Rang einer singulären historischen, aber auch kunstgeschichtlichen Quelle.
1071 von dem Eichstätter Bischof Gundekar II. (1057 bis 1075) als Pontifikale begonnen, wurde das Gundekarianum sechs Jahrhunderte lang von den Eichstätter Bischöfen benutzt und ähnlich wie eine Familienchronik ergänzt. Das Pontifikale ist die umfangreichste mittelalterliche Zusammenstellung dieser Art und für die Liturgiegeschichte von höchstem Wert. 1072 setzte Gundekar ein Bildprogramm an den Anfang des Buches. Dieser Anfangsteil enthält u.a. die Miniaturen Christi, zwölf Eichstätt verbundener Heiliger und aller achtzehn Eichstätter Bischöfe seit Willibald, einschließlich Gundekars selbst. Nach über 100 Jahren ließ Bischof Otto (1182 bis 1195) die Bischofsreihe wieder bis zu sich selbst ergänzen und gab damit Anstoß zu weiteren Fortsetzungen.
Um 1300 ist eine neue Wendung in der Geschichte des Gundekarianum zu verzeichnen. Konrad II. von Pfeffenhausen (1297 bis 1305) ließ als erster seinen Vorgänger Reinboto nicht mehr nur mit einem kurzen Vers charakterisieren, sondern mit einer ganzen Vita. Diese Erweiterung hat ihre Entsprechung in der bildlichen Ausstattung: Die Bildnisse der Bischöfe sind nicht mehr zu Gruppen verbunden, sondern als Einzelbilder isoliert, entweder mit umgebender Vita oder auch ohne diese als ganzseitige Miniaturen.
Die Illustrationen, deren letzte 1517 entstand, umfassen nach einer Federzeichnung 29 Deckfarben-Miniaturen, dazu drei große, bildhaft ausgeformte und viele kleine, goldgeschmückte Initialen. Die gut datierbaren Bilder führen die Entwicklung der Buchmalerei über viereinhalb Jahrhunderte geradezu lehrbuchhaft vor. Sie geben dem Codex den Rang einer singulären Quelle nicht nur für die Historie, sondern auch für die Kunstgeschichte.

Autor*in

Andreas Bauch

Themen in »Das Pontifikale Gundekarianum«

Bibliophile Ausgaben Buch Buchgestaltung Buchmalerei Buch- und Bibliothekswissenschaft Christentum Deutschland Eichstätt Geschichte Gundecharus, Eichstetensis Illustration Kunstgeschichte Liturgie Mittelalter Presse

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Details

ISBN: 9783882263725
Verlag: Reichert, L
Erscheinung: 01.01.1987

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