Jürgen Gosch schildert im Gespräch seinen künstlerischen und biographischen Werdegang: die Konflikte mit den Behörden der DDR, den Übergang in die Theaterszene der BRD, die ersten Erfolge, das Scheitern an der Schaubühne, die weiteren Stationen seiner Wanderschaft. Facettenreich beschreibt er den Prozess des Umdenkens, zu dem ihn die 'verlorenen Jahre' am DT in der Zeit unmittelbar nach der Wende zwangen. Die radikale Veränderung der Arbeitsweise, die dieser Prozess nach sich zog, gehört zu den erstaunlichsten Verwandlungen, denen sich ein Künstler in unserer Zeit ausgesetzt hat. Abseits des mainstream machte sich Gosch auf die Suche nach einer Sprache der Liebe und drang Schritt für Schritt und ohne jede Angst vor dem Scheitern zu einer Art des Erzählens vor, die den Schauspieler
immer befreiter und vitaler zum Spielen brachte.
Jürgen Gosch
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