Deutschland hatte gerade den uneingeschränkten U-Boot-Krieg
eröffnet, als 1917 diese mit philosophischem Tiefgang angereicherte
Satire erschien, in der die Irrfahrten eines deutschen U-Boot-
Kommandanten geschildert werden, der von Wilhelm II. mit einer
Mission betraut wird, die so geheim ist, dass er sie selbst nicht kennt.
Gus Bofa, der Pressezeichner und Plakatkünstler, und Pierre Mac
Orlan, der genialische Schriftsteller, kannten sich bereits seit Vorkriegszeiten
und rechneten in dieser tragikomischen Reiseerzählung
auf ihre Weise mit dem Krieg, dessen Opfer sie geworden waren, ab.
Im Geiste des Dadaismus nehmen die beiden kriegsversehrten
Frontkämpfer dabei mit spitzer Feder den deutschen Militarismus
aufs Korn. Ihr Kriegs-Comic mit antideutscher Tönung gerät bei
allem groteskem Humor zu einem Manifest gegen die Absurdität
des hautnah erlebten Krieges der Maschinen und der Mechanik,
gegen den größenwahnsinnigen Maschinenglauben der Moderne.
Ein schaurig-vergnügliches Buch voll furiosem Witz.
Gus Bofa
Gus Bofa, eigentlich Gustave Henri Émile Blanchot, geboren 1883 im Südwesten Frankreichs, wurde 1914 so schwer verletzt, dass er ein Bein verlor. Er machte sich insbesondere mit seinen Illustrationen zu Klassikern von Voltaire, Swift, Cervantes und De Quincey einen Namen und starb 1968.
Comic Graphic Novel U-Boot Weltkrieg