Mit dem "Inventar zum Eßverhalten und Gewichtsproblemen, IEG" kann auf schnelle und zuverlässige Weise diagnostiziert werden, welche Position bestimmte Einzelpersonen oder Gruppen auf 14 von der Ernährungspsychologie als zentral erachteten Einstellung- und Verhaltensdimensionen einnehmen. Folgende Aspekte des Bereichs "Essen und Gewicht" werden erfaßt: Einstellung zum Essen, Stellenwert des Essens, Stärke und Auslösbarkeit des Eßbedürfnisses, Sozial-situative Auslöser für Mehressen, Wirkung des Essens, Essen als Mittel gegen emotionale Belastung, Essen und Gewicht als Problem, Zügelung des Essens, Einstellung zur gesunden Ernährung, Einstellung zu Übergewichtigen, Eßgeschwindigkeit, Essen zwischen den Mahlzeiten, Nächtliches Essen, Eßzwänge in der Kindheit, Belastung durch Übergewicht.
Die Auswertung des Fragebogens wurde bewußt nicht auf die zeitraubende und fehleranfällige Anwendung von Schablonen abgestellt. Statt dessen wird ein PC-Programm mitgeliefert, das auch EDV-ungeübten Personen die sofortige Eingabe und Analyse eines Fragebogens ermöglicht. Die Ausgabe des Programms besteht auf Wunsch in einem neunseitigen Protokoll, in dem folgendes zusammengestellt ist: Skalenweise geordnete Aussagen mit den Antworten der Person, Gesamtwerte der Person auf den 14 IEG-Skalen, Antworten der Person auf die Zusatzfragen zu Gewicht, Übergewicht und Gewichtszufriedenheit, Gewichtsstatus der Person, verglichen mit Normal- und Idealgewicht.
Durch die EDV-gestützte Auswertung des IEG wird gerade im Rahmen individueller Ernährungsberatung eine schnelle und umfassende Diagnose von Eßverhaltens- und Gewichtsproblemen ermöglicht.
Zur Beurteilung der für eine Person berechneten Werte enthält das Manual über 70 Tabellen und Abbildungen, an Hand derer sich bestimmen läßt, welche Position der, die Befragte in Relation zu anderen Frauen bzw. Männern einnimmt. Bei sämtlichen Skalen des IEG wird weiterhin ausführlich erläutert, in welchem Grad "abweichende", d. h. besonders hohe oder niedrige Skalenwerte als bedenklich anzusehen sind und eine Veränderung des problematischen Verhaltens angezeigt ist.
Durchführung, Auswertung und Interpretation des IEG setzen keine speziellen ernährungspsychologischen Kenntnisse voraus. Das Inventar kann somit überall dort eingesetzt werden, wo geprüft werden soll, wieweit "Essen und Gewicht" für Gruppen und Individuen ein Problem darstellen - bzw., wieweit bestimmte beratende oder therapeutische Maßnahmen zur angezielten Veränderung geführt haben. Aufgrund der einfachen Struktur der Fragen kann das Inventar bereits bei 12-13jährigen Jugendlichen vorgegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
Fragebögen zur Erfassung des Eßverhaltens
Konstruktion der Skalen des IEG.
Beschreibung des IEG- Gesamtfragebogens
Merkmale der befragten Stichprobe
Beschreibung der Skalen des IEG
1. Einstellung zum Essen, Stellenwert des Essens
2. Stärke und Auslösbarkeit des Eßbedürfnisses
3. Sozial-situative Auslöser für Mehressen
4. Wirkung des Essens
5. Essen als Mittel gegen emotionale Belastung
6. Essen und Gewicht als Problem
7. Zügelung des Essens
8. Einstellung zur gesunden Ernährung
9. Einstellung zu Übergewichtigen
10. Eßgeschwindigkeit
11. Essen zwischen den Mahlzeiten
12. Nächtliches Essen
13. Eßzwänge in der Kindheit
14. Belastung durch Übergewicht
Beziehungen zwischen den IEG- Skalen.
Erfassung des Wunsches nach Gewichtsveränderung
IEG-Skalen und Wunsch nach Gewichtsveränderung.
IEG- Fragebogenexemplare
Auswertung des IEG.
1. Eingabe von Fragebogendaten
2. Ausgabe der Ergebnisse einer Person
Anhang: Inhaltsverzeichnis
Joerg M Diehl
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