Mit der Ausgabe von 1930 seitengleiche Ausgabe in heutiger Schrift.
Seit seinem ersten Erscheinen im Jahre 1930 gehört der 'Bruch' zu den Standardwerken der Osnabrücker Landesgeschichte. Als Ergebnis jahrzehntelanger Forschung legte Rudolf vom Bruch damals ein Werk vor, das als umfassende Darstellung der Geschichte der Rittersitze im Fürstbistum Osnabrück (das entspricht dem Gebiet des heutigen Landkreises Osnabrück) weit verstreutes und schwer zugängliches Quellenmaterial auswertete und das seither schlechterdings unentbehrlich geworden ist. Nun liegt das begehrte Werk in einer neuen Ausgabe in moderner Typographie vor. Der Text ist seitengleich angeordnet, so daß Seitenverweise gültig bleiben.
Behandelt sind alle, auch die längst eingegangenen, landtagsfähigen und adlig-freien Güter des Fürstentums Osnabrück. Für jedes Gut wurden Zeit und Art der Gründung bestimmt, eine möglichst lückenlose Besitzerfolge aufgestellt sowie die für das Gut und seine Besitzer bedeutsamsten Ereignisse aufgeführt. Besondere Beachtung wurde der Baugeschichte der Herrenhäuser und den Gerechtigkeiten der Güter gewidmet. Der stete Blick auf die Landesgeschichte weitet die Darstellung über das Lokale hinaus. Ist doch die Geschichte der Rittersitze aufs engste mit der des Fürstentums Osnabrück verknüpft. So ist das Werk nicht nur für die Geschichte des Osnabrücker Adels, sondern für die Siedlungs-, Verfassungs- und Sozialgeschichte des Osnabrücker Landes von erheblicher Bedeutung.
Reiches Abbildungsmaterial - besonders hervorzuheben die Photographien von Bruno und Rudolf Lichtenberg - zahlreiche Lagepläne und Grundrisse, eine fundierte Einleitung, ein ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis sowie ein umfangreiches Namensverzeichnis erhöhen den wissenschaftlichen Wert des Werkes.
Rudolf VomBruch
Geschichte Osnabrück <Hochstift> Rittersitz