Böning Osnabrücker Land. / Band 2: Samtgemeinde Artland: Quakenbrück, Badbergen, Menslage, Nortrup; Samtgemeinde Bersenbrück: Bersenbrück, Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp, Rieste; Samtgemeinde Fürstenau: Fürstenau, Berge, Bippen; Samtgemeinde Neuenkirchen: Neuenkirchen, Merzen, Voltlage.

Osnabrücker Land. / Band 2: Samtgemeinde Artland: Quakenbrück, Badbergen, Menslage, Nortrup; Samtgemeinde Bersenbrück: Bersenbrück, Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp, Rieste; Samtgemeinde Fürstenau: Fürstenau, Berge, Bippen; Samtgemeinde Neuenkirchen: Neuenkirchen, Merzen, Voltlage.

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Bildarchiv fotografischer Aufnahmen bis 1945

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Beschreibung

Mit dieser Buchreihe wird erstmals das historische Bild des Osnabrücker Landes im Zusammenhang fotografisch dokumentiert. Zugrundegelegt sind die Grenzen, wie sie in der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 festgelegt wurden. Nach dieser Neugliederung und dem damit verbundenen Ende zahlreicher bisher selbständiger Gemeinden und Bauerschaften - nun Ortsteile - behielten diese allerdings in der Regel ihre traditionellen gesellschaftlichen und kulturellen Eigenarten bei. Zur besseren Orientierung sind die Namen der Ortsteile jedem Bildtext vorangestellt. Nicht berücksichtigt sind jene ehemaligen Osnabrücker Randgemeinden, die 1972 - oder schon davor - zur Stadt kamen. Aufnahmen dieser Gebiete finden sich im Bildarchiv 'Alt-Osnabrück'. Die Bücher beschränken sich auf Fotografien, die in der Zeit bis 1945 - oder unmittelbar danach - entstanden sind. Die Orte des Landkreises hatten bei den Luftangriffen weniger gelitten als die Stadt Osnabrück. Oft waren es Zufallsbomben oder Notabwürfe getroffener Maschinen, die hier und dort Zerstörungen hervorgerufen hatten. So bewahrten die Landgemeinden ihre alten vertrauten Gesichter während der Kriegszeit, und oft auch noch Jahre danach. Das änderte sich allerdings, als mit dem beginnenden Wohlstand in den fünfziger Jahren immer mehr Bauernland zu Bauland wurde. Neue landwirtschaftliche und politische Entwicklungen bedeuteten Rationalisierung, Spezialisierung und Mechanisierung, die modernere Höfe voraussetzten. In der Folgezeit gaben immer mehr Bauern ihren Beruf auf. Gehobenere Wohnansprüche machten andere Baulichkeiten erforderlich. Sie ließen auch die meisten der nun leerstehenden alten Kotten fast ganz aus den Dorfbildern verschwinden. Die rasante Entwicklung der Motorisierung und Mobilität mit ihren Forderungen an die gesamte Infrastruktur machte neue Konzepte besonders für den Straßenbau notwendig, der oft schmerzlich in gewachsene Bausubstanzen eingriff. Aber auch 'Dorfsanierungen' ließen neben modernistischen Bautätigkeiten noch in den siebziger Jahren manchen Jahrhunderte alten Fachwerkgiebel für immer verschwinden. Oft waren es Initiativen von Privatpersonen, die Schlimmeres verhinderten. So sollte z. B. auch die alte Posthalterei von 1688 in Bramsche einem neuen Wohnhaus Platz machen und wurde besonders durch die Aktivitäten einzelner Bürger vor dem bereitstehenden Abrißbagger gerettet. Das vorgestellte Bildmaterial entstammt verschiedenen Quellen und ist zum größten Teil bisher unveröffentlicht. Im Landkreis war kein Berufsfotograf - wie in Osnabrück Rudolf Lichtenberg - beauftragt worden, die wichtigsten Gebäude, Straßen und Plätze in Bildern festzuhalten. So entstanden die meisten Fotos aus privatem Interesse am Fotografieren, der Freude an schönen Motiven und bildhaftem Dokumentieren. Anders verhält es sich bei den abgebildeten Ansichtskarten: Sie wurden in der Regel von Berufsfotografen angefertigt und dienten kommerziellem Interesse. Ansichtskarten sind neben ihrer bildlichen Aussage zugleich Spiegel fotografischer Möglichkeiten und Zeugnisse sehr unterschiedlicher grafischer Techniken. Bedeutende Anzahlen von Fotographien stammen aus den Nachlässen der Fotografen Fritz Frasch (Gründer der Lichtbildstelle des Kreises Bersenbrück), Hans Hasekamp (Gründer der Kreisbildstelle in Georgsmarienhütte), Bruno Lichtenberg (Fotograf in Fürstenau), Erich Raudisch (Beauftragter des Bischofs Wilhelm Berning für ein Bildarchiv der Diözese), Aloys Wurm (Hüttendirektor des Stahlwerkes Osnabrück und Fotograf). Die genannten werden im dritten Band mit Biographien vorgestellt. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen waren Straßenbezeichnungen und darauf bezogene Hausnummern in den meisten Gemeinden noch nicht üblich. Ausnahmen bildeten ganz oder teilweise größere Orte wie Bramsche, Bad Iburg oder Georgsmarienhütte. In den anderen Orten verfügten die Häuser nur über eine Gemeindenummer. Diese hatte ihren Ursprung in der Einführung von Brandschutzverordnungen, etwa um 1750, die eine Numerierung der Gebäude erforderlich machten. Als dann um 1800 auch Steuererhebungen Hausnummern erforderlich machten, entnahm man diese in der Regel dem Brandregister. Danach wurde bei Neubauten weitergezählt: Neue Gebäude bekamen in der Reihenfolge ihrer Fertigstellung die nächste Nummer. Erst die späteren regen Bautätigkeiten verlangten Straßennamen und entsprechende Numerierungen. Wo vorhanden und ermittelbar, wurde bei den Bildtexten beides angegeben: alte Gemeindenummer und neuere Straßenbezeichnung mit Hausnummer.

Autor*in

Heinrich Böning

Themen in »Osnabrücker Land. / Band 2: Samtgemeinde Artland: Quakenbrück, Badbergen, Menslage, Nortrup; Samtgemeinde Bersenbrück: Bersenbrück, Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp, Rieste; Samtgemeinde Fürstenau: Fürstenau, Berge, Bippen; Samtgemeinde Neuenkirchen: Neuenkirchen, Merzen, Voltlage.«

Fotografie Geschichte 1898-1945 Osnabrücker Land

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Details

ISBN: 9783878983804
Verlag: Wenner, H Th
Erscheinung: 28.09.2002

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