Seit den Zeiten der Vorsokratiker drehte sich das Denken der großen europäischen Geister um die Frage des Seins und der Freiheit des Menschen. Beeindruckende Lehrgebäude wurden von den klassischen griechischen Philosophen über die Scholastik des Mittelalters bis hin zu Descartes, Kant und Schelling aufgestellt, um schließlich in der Ganzheitslehre Othmar Spanns einen zeitgemäßen Abschluß zu finden. Der Verfasser geht in einem weitgespannten Überblick den verschiedenen Stationen dieses abendländischen Ringens um die tiefsten Fragen der Philosophie nach und zeigt die verschlungenen Wege von der Ideenlehre Platos bis zum Begriff der Freiheit im Deutschen Idealismus auf.
Von Thales von Milet und den Vorsokratikern über Plato und Aristoteles, die mittelalterliche Scholastik wie die Mystik Meister Eckeharts wird die Entwicklung des Denkens verfolgt bis zu den Höhepunkten der klassischen deutschen Philosophie am Anfang des vorigen Jahrhunderts und der ganzheitlichen Schau unserer Gegenwart. 'Der Anfang und das Ende der Philosophie ist die Freiheit' – dieses tiefe Wort Schelling als Ergebnis der großen Philosophen des Deutschen Idealismus hat auch für die Gegenwart aktuelle Bedeutung und kann einen festen Halt in einer Zeit der Relativierung und Umwertung aller Werte bieten.
Rolf Amtmann
Europa Philosophie Philosophiegeschichte