Scheinbare Formlosigkeit erschwert den Zugang zu Rilkes Fragmenten über den Malte; sie bieten zudem eine Fülle vielfältiger Ansichten dar, die der Leser erst mit sachkundiger Hilfe zu erschließen vermag. Die "Malte-Studien" von Helmut Naumann (siehe auch: ders., Neue Malte-Studien, ISBN 3-87718-835-4) haben sich bewährt.
Aus dem Inhalt: Die Umgestaltung der Geschichte vom verlorenen Sohn als Abschluß des "Malte" - Rodins Nachwirkung im "Malte" - Rilkes Gedichte von verlorenen Sohn - Die zwei Fassungen des von Rilke verworfenen Schlusses der "Aufzeichnungen" - Grischa Otrepjow und Karl der Kühne als Variationen des verlorenen Sohnes - Der verlorene Sohn als kulturkritisches Sinnbild - Die "Aufzeichnungen" als phänomenologisches Mosaik - Abelone und die Dame mit dem Einhorn - Die Folge der Erzähleinheiten.
Helmut Naumann