Der Ausdruck von Tempus, Aspekt und Modus mittels umschreibender Verbalkonstruktionen ist ein Charakteristikum, das die romanischen Sprachen typologisch von der ihnen zugrunde liegenden Sprache, dem Lateinischen, unterscheidet.
Die 18 in diesem Band versammelten Beiträge untersuchen die romanischen Verbalperiphrasen aus der Perspektive aktueller Grammatik- und Sprachwandeltheorien; dabei wird auf die formal-deskriptive Inventarisierung der Periphrasen, die kognitive und sprachstrukturelle Motivation ihrer Grammatikalisierung und ihre heutige semantisch-funktionale Stellung und Distribution eingegangen. Im Zentrum steht der verbalperiphrastische Ausdruck im Spanischen und Katalanischen; darüber hinaus werden periphrastische Auxiliarkonstruktionen im Portugiesischen, Galicischen, Französischen, Italienischen und Rumänischen behandelt.
Claus D. Pusch
Sprachwandel Katalanisch/ Sprache Romanische Völker/ Sprache Verbalperiphrase
»Der Band vermittelt ein beeindruckendes Panorama der Phänomenologie 'prototypisch' konzeptualisierter Verbalperiphrasen in den untersuchten Sprachen. Summa summarum ist festzuhalten, daß ein weiter Konvergenzbereich beschrieben wird, der es gerade mit Bezug auf die romanischen Sprachen verdient, systematisch wie historisch zusammenhängend dargestellt zu werden. Eine Menge Vorarbeit hierfür ist in dem vorliegenden Band geleistet worden.«
Romanische Forschungen 119. Band, Heft 2 (2007)
()