"Gerda heißt die Putzfrau, die seit einiger Zeit bei "Radio 7" in Ulm beschäftigt ist. Immer wieder gelingt es ihr, sich heimlich ins Studio zu schleichen und sich des Mikrophons zu bemächtigen.
So, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, erzählt sie dann von ihren neuesten Erlebnissen; arglos breitet sie ihr Privatleben aus oder gibt ihre Alltagsphilosophie preis: "Do hoißts immer, die Männer wärat von Natur aus Abenteurer und dädet jeder Gefahr mutig ins Auge blicke. Des ischt aber ein Allmachtsirrtum, die kneifet jo scho, wenns bloß oms Abtrockna goht." Von der Weihnachtsbäckerei berichtet Gerda ebenso wie von den Tücken eines Ausflugs über die Schweizer Grenze, von ihrem Versuch, in einem Single-Lokal einen Flirt anzufangen. Vom Altern hat sie's, von Heiratsanzeigen und den Schwierigkeiten, in einem Telefonhäuschen zu telefonieren.
Die Regisseurin, Schauspielerin und Dramatikerin Ulrike Münch, geb. 1955 in Blaubeuren, hat im Auftrag des Privatsenders "Radio 7" die Gerda zum hörbaren Leben erweckt. Rund 40 dieser kurzen Monologe sind nun (nach-) lesbar, zum Schmunzeln, Grinsen oder Kichern, mit köstlichen Zeichnungen des Ulmer Künstlers Hermann Geyer."
Ulrike Münch