n meiner Pastorenzeit in der Bad Godesberger Erlöser-Kirchengemeinde stand neben der Predigt der Hausbesuch im Zentrum meines Tuns. Es ging um Zuhören und Verstehen, um Aufmerken und Bewahren. Sind nicht alle Menschenwege Gottes Gnade anzubefehlen? In der Predigt geschieht es, und auch im Pfarrhaus wird es versucht. Die Anteilnahme an Lebenswegen ging oft über die Gemeinde hinaus, wie über das je Eigene der konkreten Situation.
Das Transzendieren ist ein Element geistlichen Denkens. Es hat neben seiner Besonderheit auch Anteil an einem „globus intellectualis“, in welchem die Grenze zwischen dem Individuellen und einem Allgemeineren überschritten wird.
Werden Erinnerungen in diesem geistlichen Gedächtnis auch nur fragmentarisch bewahrt, so kann in dessen weitem Verständnis doch eine auch die Generationen verbindende Brücke gefunden werden.
Unter den in den Grab- und Gedenkreden behandelten Personen finden sich die in Bad Godesberg vertrauten Namen Rüdiger Altmann, Friedrich Bleek, Klaus Lohmann, Hildegard Schiffer und Max Schulze-Vorberg.
Stephan Bitter
Stephan Bitter, Jahrgang 1942, Dr. theol., Superintendent a. D., war 1971–1982 Studieninspektor am Ev.-Theol. Stift der Universität Bonn (Hans-Iwand-Haus), 1982–1983 Pastor und 1983–2001 Pfarrer an der Erlöserkirche in Bad Godesberg; er gehörte 2011–2025 dem Vorstand des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte an und hat bis 2018 an der Universität Bonn auch einen Lehrauftrag für Kirchengeschichte wahrgenommen. Er ist ordentliches Mitglied der Baltischen Historischen Kommission.
Altmann, Rüdiger Bleek, Friedrich Lohmann, Klaus Schiffer, Hildegard Schulze-Vorberg, Max Beerdigung Grabrede Erlöserkirche Bad Godesberg