Als Zwitter aus liberalen Traditionen und schwarz-weiß-roter Unbelehrbarkeit
betritt 1949 die „Freie Demokratische Partei“ (FDP) die
parlamentarische Bühne der neugegründeten Bundesrepublik Deutschland.
Die Partei weist anfangs deutliche braune Flecken auf. Als „Zünglein
an der Waage“ zwischen Union und SPD erlangt sie relativ starken
Einfluß auf das politische Geschehen und überlebt als einzige der kleineren
Nachkriegs-Parteien.
Der Journalist Udo Leuschner beschreibt in diesem Buch detailliert die
Entwicklung der FDP. Er verdeutlicht, daß sie schon immer nur sehr
bedingt eine Partei war, die im liberalen Sinne für Rechtsstaatlichkeit,
bürgerliche Freiheiten und soziale Grundrechte eintrat. Vor allem in
den letzten Jahren hat sie sich noch weiter vom politischen Liberalismus
entfernt und zur Speerspitze eines marktradikalen Neokonservativismus
gemacht.
Udo Leuschner