Über Liebe und Freundschaft in einer Welt, die Vertrauen nicht kennt
Ein Roman über das Ringen um Nähe, um Liebe, Loyalität und Freundschaft im Schatten staatlicher Kontrolle. Ein bestechendes Porträt von der Kraft und Zerbrechlichkeit menschlicher Bindungen, dem Enthusiasmus des Neuanfangs und dem Verlust von Illusionen.
»Selbstregulierung des Herzens« entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.
Peggy Mädler
Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman Legende vom Glück des Menschen, für Wohin wir gehen (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.Im Frühjahr 2026 erschien zuletzt bei Galiani ihr Roman Selbstregulierung des Herzens.
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„Ein ganz leises, sehr berührendes Buch und ein wirklich großes Leseerlebnis.“
Gesa Ufer ()
«Die Selbstregulierung des Herzens»
ist ein Roman der eher stillen Thesen,
auch wenn er seinen Figuren den großen
Knall nicht erspart: im wiedervereinten
Deutschland noch einmal mit einer
Suche nach Identität beginnen zu müssen.
Paul Jandl ()
Ein Roman, der präzise, unsentimental und ohne Anklage veranschaulicht, wie Menschen sich in einem Zwangssystem veränden und wie Illusionen an einer Staatsform zerschellen. Ein Buch, dass die DDR noch einmal mit einem neuen, differenzierten Blick betrachtet.
Sandra Kegel ()
Unaufgeregt, aber auf jeder Seite spannend, entwirft dieser kluge Roman ein Panorama von den 60er Jahren bis hin zu Corona-Pandemie. Große Leseempfehlung für alle, die die Welt – und die Schnittstelle zwischen Leben und Wissenschaft - besser verstehen wollen!
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Begeisternd, weil „Die Ostdeutschen“ einzelne Individuen werden.
Sandra Kegel ()
Historisch und gleichzeitig ungeheuer gegenwärtig.
Heike Geißler ()
Dieser Text ist ungeheuer komplex, aber man merkt es ihm nicht an, er ist sehr lebendig erzählt, das ist große Kunst … eines der besten Bücher über die DDR, die ich je gelesen habe.
Christoph Schröder ()
Einer der bemerkenswertesten Romane dieses Frühjahrs.
Wiebke Porombka ()
Die fiktiven Lebensgeschichtenerzählen davon, aus welchen Gründen die Menschen zu denen werden, als die sie ihre Familien und ihr Umfeld beeinflussen. Sie zeigen, warum die Kunst des Lebens in der DDR bis heute jene Gegenwart beeinflusst, die sich im Osten vom Rest des Landes unterscheidet. Die Fehler im System variieren, eine Konstante bleibt: Sehnsucht nach einem guten Ort.
Janina Fleischer ()
Die "Selbstregulierung der Herzen“ bezeugt den Knacks, den das Leben auf politisch und historisch unwegsamem Gelände den Menschen zugefügt hat. Die Kälte, die so oft der wiedervereinigten deutschen Gesellschaft vorgeworfen wird, sie hatte längst Einzug gehalten in den sich verlierenden Lebensläufen, weil die Wärme eines „mit Freunden gefüllten Hauses“ nur noch in der Erinnerung aufrufbar ist und Orte, die nicht wirklich bewohnt werden, Zerstörungslust wecken.
Insa Wilke ()
Was für ein Spagat! So mitreißend eingängig ist die Handlung, dass einem der Gedankenreichtum dahinter nicht sofort ins Auge fällt. Aber Peggy Mädlers Roman ist aus Nachdenklichkeit geboren.
Irmtraud Gutschke ()
"Selbstregulierung des Herzens" erzählt die Mentalitätsgeschichte einer Desillusionierung und von Familiengründungen, Beziehungsproblemen, Alltagsdingen, die einfach weiterlaufen, weil der Rückzug ins Private nun mal die Eigenart des Menschenlebens ist. Eine Blaupause dafür, wie Menschen auf Systeme und Umbrüche reagieren.
Gunda Bartels ()
Nicht erst seit „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“ gilt die Schriftstellerin und Dramaturgin Peggy Mädler als eine der präzisesten Stimmen ostdeutscher Erzählungen.
Marit Blossey ()
Peggy Mädler beschreibt in ihrem leisen, aber lange nachwirkender Roman unterschiedliche DDR-Bürger. Ihre Stimmungslagen erklären das Scheitern dieses Staates von innen her.
Helmut Böttiger ()
Ihr präzise recherchierter Text erlangt oftmals beinahe dokumentarischen Charakter, fordert uns aber auch unseren Gegenwartssystemen gegenüber einen genaueren Blick ab.
Valerie Bäuerlein ()
Das Faszinierende, tief Beeindruckende an diesem Roman ist, wie ihm gelingt, die utopisch abstrakte Regelidee mit detaillierten Realien der Lebenswelt und in Figuren zusammenzubringen, die einem bald vor Augen stehen wie gute Bekannte.
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Peggy Mädlers Buch ist ein DDR-Roman in Farbe, ein Gesellschaftsbild mit Widersprüchen, ein Reigen von Porträts mit Herz und Tränen.
Cornelia Geißler ()
Für mich ein sehr bewegendes Abbild dieser eingemauerten, abgeschlossenen Gesellschaft der DDR.
Nils Beintker ()
In einer unaufgeregten und unglaublich fein gearbeiteten Sprache verbindet Peggy Mädler Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte. Ihr Roman ist äußerst spannend zu lesen, weil sie theoretische Fragen stets in praktische Arbeit zu übersetzen weiß – und den Alltag eines Programmierers genauso anschaulich beschreibt wie den einer Krankenschwester.
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Mädler stellt in ihrem Roman die Frage, wann kippt ein System und wie viel Einfluss haben die Menschen darauf. Es ist eine bewegende Erzählung über Lebensgeschichten in der DDR, jede von ihnen ein kleiner Störfaktor in der Staatsmaschine. ... Und sie fragt: Wie verändern Maschinen unser Leben? ... damit ist der Roman auch ein Kommentar auf unsere Gegenwart.
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