"Ein Kerl muss eine Meinung haben", forderte Alfred Döblin (1878–1957) in den 1920er Jahren. Genau dieses Ringen um politische und poetologische Positionen charakterisiert sein Gesamtwerk, das auch jenseits von "Berlin Alexanderplatz" immer wieder lesenswert ist.
Die Neufassung versammelt Einblicke ins Werk Döblins, die es in die Kontexte der Zeit einordnen, aber auch als Döblins satirische, ernsthafte oder innovative Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und ästhetischen Herausforderungen seiner Gegenwart verstehen. Dabei betrachten die Beiträge das literarische Werk von den frühen Erzählungen bis zum letzten Roman "Hamlet oder die lange Nacht nimmt ein Ende" unter aktuellen literaturwissenschaftlichen Perspektiven. Als Zeitgenosse des Kaiserreichs, von Revolution und Weimarer Republik, als Exilant zur Zeit des Nationalsozialismus und schließlich als Kritiker Nachkriegsdeutschlands ist Döblin als scharfsinniger Zeitdiagnostiker neu zu entdecken.
Heinz Ludwig Arnold
Alfred Döblin Dramatik Literatur im 20. Jahrhundert Literaturwissenschaft Politische Literatur Berlin Alexanderplatz Text + Kritik Kaiserreich Weimarer Republik Exil Nachkriegsdeutschland Franz Biberkopf
"[Es] handelt sich um einen Band, der dem Publikum sowohl einen verlässlichen Überblick über ein großes Werk gibt als auch eigenwillig Schwerpunkte setzt, die weitere Forschung anzuregen vermögen."
Linda Maeding, literaturkritik.de, 5.6.2019
"Die Neufassung des Hefts versammelt Einblicke ins. Werk Döblins, die es in die Kontexte der Zeit einordnen, aber auch als Döblins satirische, ernsthafte oder innovative Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und ästhetischen Herausforderungen seiner Gegenwart verstehen."
Jens Walter, Lehrerbibliothek.de, 1.3.2019
"Der reihenüblich aufgemachte Text+Kritik-Band rückt in 15 Beiträgen wieder den ganzen Döblin in den Blick und gibt neue Einblicke in die Thematik und die literarische Form seiner wichtigsten Romane und Erzählungen."
Ronald Schneider, EKZ-Bibliotheksservice, 14.1.2019
()