Ein erfrischender Rückblick auf eine kleine Buchhandlung im pulsierenden New York der 1910er Jahre – geschrieben mit Charme und Witz.
Mitten in den Umwälzungen des Ersten Weltkriegs und trotz ungünstiger wirtschaftlicher
Rahmenbedingungen erfüllten sich zwei Frauenin New York City ihren Traum. Madge Jenison und Mary Mowbray-Clarke gründeten 1916 eine Buchhandlung, die innerhalb kurzer Zeit zum kulturellen Fixpunkt in Manhattan wurde. 'The Sunwise Turn' ist das Urbild einer Buchhandlung, wie sie wohl jeder Bücherfreundin, jedem Bücherfreund vorschwebt. Künstler und Intellektuelle verkehrten hier ebenso wie Vertreter des Geldadels, Angehörige der Mittelschicht und Arbeiter. Damen der Gesellschaft arbeiteten unentgeltlich als Aushilfe, auch die junge Peggy Guggenheim erledigte Botengänge. Zum besonderen Reiz dieser literarischen Liebeserklärung an eine Buchhandlung gehört es, dass viele Episoden und selbst kaufmännische Gepflogenheiten noch heute mühelos nachvollziehbar sind. Unternehmerische Risiken und erdrückende Konkurrenz, aber auch das Glück des Gelingens – all das spiegelt Jenisons 'menschliche Komödie des Bücherverkaufens'. Nach der Lektüre ist man überzeugt, dass sich ihr Mut zum Risiko gelohnt hat.
Madge Jenison
Madge Caroline Jenison (1874 –1960), in Chicago aufgewachsen, engagierte sich im Kampf für das Frauenwahlrecht, schrieb Kurzgeschichten und einige Romane und gründete 1916 in New York City
mit Mary Mowbray-Ckarke die Buchhandlung »The Sunwise Turn«. Die Erstausgabe von Sunwise Turn erschien 1923 bei E.P.Dutton.
1. Weltkrieg, 20er Jahre Buchhandlung, Buchhändler, Welt der Bücher, Buchliebhaber New York
So lebendig und inspirierend, wie die Buchhandlung selbst gewesen sein muss, sind auch Jenisons Schilderungen. Ein Buch, das jedem Mut macht, der etwas Neues, etwas Unkonventionelles oder etwas Unsicheres plant.“ Isa Schikorsky, Lesart
()