Diese Ausgabe der IAZ zeigt, wie unverzichtbar die Kontextualisierung für das Verständnis von Kunstwerken ist, und richtet den Blick auf Zentralasien. Das enge Zusammenspiel von Text und Bild wird an Studien zu Wandmalereien in Bäzäklik und Kizil deutlich. Beiträge zur Forschungsgeschichte verorten die Werke in ihrer historischen Entstehung und Rezeption. Als bedeutende Transferregion wirkte Zentralasien prägend und vermittelnd, etwa beim Votivstupa, der über Indien, Zentralasien bis nach China Veränderungen in Funktion und Bedeutung erfuhr oder beim Motiv des bebänderten Vogels, dessen Ursprünge im antiken Griechenland liegen. Stilmerkmale wie vorstehende Augen in der frühen buddhistischen Kunst Ladakhs finden ebenfalls in Zentralasien Parallelen. Den Abschluss bildet die Identifizierung der Figur einer Nonne aus Gandhara.
Wandmalereien in Kizil und Dunhuang Albert Grünwedels Höhle 3 in Bäzäklik Jaḍīloma tale Hermann Pohrt Dandan Oilik Reassessment of Gandhāran Sculpture Votive Stupas