In der Getränkeindustrie werden Messverfahren für die Überwachung von Gärprozessen eingesetzt. Zum Beispiel bei der Herstellung von Bieren wird eine ausreichende Genauigkeit erreicht, da bei diesem Produkt aufgrund des vorhandenen mathematischen Modells des Gärprozesses der Zusammenhang zwischen Stammwürze, Extraktgehalt (Saccharosegehaltes) und Alkoholgehalt gegeben ist. Bei vielen auf dem Markt vorhandenen alkoholhaltigen Mischgetränken und insbesondere bei den zurzeit populären Alkopops sind die Ergebnisse, die mit diesen Messverfahren hinsichtlich der Bestimmung des Alkohol- und Extraktgehaltes erzielt werden können sehr unbefriedigend. Bisher ist es nicht möglich, laut Hersteller, die Konzentration einer der Komponenten in den zu untersuchenden Lösungen direkt zu messen, sondern lediglich eine Zustandsgröße des Gemisches. Der Rückschluss auf die gesuchten Konzentrationen ist daher bei undefinierten Mehrstoffgemischen (Anzahl der Komponenten > 2) nicht hinreichend genau möglich. Um Wettbewerbsfähig sein zu können, ist es für die Getränkeindustrie unausweichlich, durch die Entwicklung neuer Produkte, die auch Variationen des bestehenden Angebotes (z.B. Bier mit Cola) sein können, den bestehenden Kundenstamm zu sichern und neue Märkte zu erschließen. Das Segment der Mixgetränke mit hochprozentigem Alkoholika erlebt seit Jahren eine aufsteigende Entwicklung. Die Zusammensetzung der Mischgetränke, wie z.B. die Alkopops, ist für die Getränkeindustrie in vielerlei Hinsicht sehr interessant.
Tatiana Ivanova
3- Komponentenmischung Kapazitätsmessung Sensorenentwicklung Sensorfusion