Die amerikanische Künstlerin Anne Collier (*1970) arbeitet mit Versatzstücken, die von ihr primär aus Printmedien entnommen werden: Filmposter, Kunstmagazine, Plattencover und Bilder der alltäglichen Medienwelt dienen ihr als Motiv. Die selbst bereits inszenierten Fotografien erfahren über das erneute Abfotografieren durch Collier eine Zuspitzung. Mit diesem fotografischen Ansatz reflektiert sie sowohl das Medium der Fotografie als solches wie auch die Rolle der Fotografie in der zeitgenössischen Kultur. Dabei geht sie sehr konzeptuell vor, bezieht aber zugleich durch die Wahl des Abgebildeten etwas Erzählerisches in die Szene mit ein. Colliers Arbeiten sind geprägt von dem Intimen, das sie in allgemeingültigen Bildern findet. Ihre Fotografien spielen mit der Erinnerung, wobei die Künstlerin das Einschreiben des persönlichen Blicks in fremde Bilder gewährt.