Band 3 von 3. Autor Prof. Dr. Werner Mägdefrau. 334 Seiten mit 243 Abbildungen.
ÜBER DAS BUCH:
Mit diesem dritten Band legt Werner Mägdefrau eine umfassende Darstellung einer der bedeutendsten Epochen der Thüringer Geschichte vor. Im Mittelpunkt steht der Zeitraum zwischen 1130 und 1310 – jene Jahrhunderte, in denen Thüringen im Zeichen der Landgrafschaft seine politische, kulturelle und territoriale Gestalt gewann.
Ausgehend von der Begründung der Landgrafschaft Thüringen durch Lothar III. von Supplinburg verfolgt das Buch ihren Aufstieg und ihre Blüte unter den Ludowinger Landgrafen bis zu ihrem Untergang in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Mit dem Tod Heinrich Raspes und dem anschließenden Thüringer Erbfolgekrieg begann eine neue Phase: Der Übergang der Herrschaft an die Wettiner markiert einen tiefgreifenden politischen Wandel, während sich der westliche Teil des Landes als Landgrafschaft Hessen eigenständig weiterentwickelte.
Anschaulich und fundiert schildert der Autor Machtverhältnisse, Herrschaftsstrukturen und dynastische Entwicklungen ebenso wie die Rolle von Kirche, Adel und Städten. Thüringen erscheint dabei als aktiver Gestaltungsraum innerhalb der deutschen und europäischen Geschichte des hohen und beginnenden späten Mittelalters.
Das Buch leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Thüringer Landesgeschichte. Zugleich macht es deutlich, warum viele Ereignisse, Strukturen und Persönlichkeiten dieser Zeit bis heute von traditionsbildender und identitätsstiftender Bedeutung sind – für Thüringen, für Deutschland und für Europa.
Die Darstellung beruht auf jahrzehntelangen Forschungen des Autors sowie auf früheren, nun überarbeiteten und erweiterten Studien. Wissenschaftliche Genauigkeit verbindet sich mit einer klaren, allgemein verständlichen Sprache, die das Werk für ein breites historisch interessiertes Publikum zugänglich macht.
Werner Mägdefrau
Prof. Dr. Werner Mägdefrau, geboren am 24. Januar 1931 in Schwarza bei Meiningen, studierte nach dem Abitur an der Schiller-Oberschule in Zella-Mehlis von 1949 bis 1953 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Geschichte, Germanistik und Pädagogik (Staatsexamen 1953). Ab 1954 war er als wissenschaftlicher Assistent (Promotion 1955 mit einer Dissertation über das Mittelalter – Bild der Görres-Gesellschaft), Oberassistent (1956) und ab 1969 als Hochschuldozent für Geschichte des Mittelalters und Regionalgeschichte (Habilitation = Promotion B 1971 mit einer Dissertation B zur mittelalterlichen Stadtgeschichte Thüringens) an der Jenaer Universität tätig. Seit 1974 lehrte und forschte er dort am Historischen Institut beziehungsweise an der Sektion Geschichte im Rahmen der Lehrerbildung und Lehrerweiterbildung als Ordentlicher Professor Dr. sc. phil. für Geschichte des Mittelalters bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1991. In seinen Vorlesungen, Seminaren und Oberseminaren und in engem persönlichen Kontakt hat er viele Studierende für die Deutsche und Allgemeine Geschichte des Mittelalters und insbesondere für die Landesgeschichte Thüringens interessiert, zahlreiche Lehrerstudenten bis zum Staatsexamen und Diplom betreut, nicht wenige junge Wissenschaftler zu Promotion und Habilitation geführt und gefördert. Über 200 Publikationen weisen Werner Mägdefrau als engagierten Historiker und Mediävisten aus, der speziell zur Landes-, Stadt- und Universitätsgeschichte Thüringens arbeitete und publizierte, auch nach seiner Emeritierung auf diesem Gebiete tätig war. Prof. Dr. Werner Mägdefrau verstarb im Jahr 2021. (Harald Rockstuhl)
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