In mehreren beeindruckenden Episoden werden Menschenschicksale geschildert, die sich an einem Fluss begeben haben, der früher einmal viele Nationen einte, dem Bug. Vor Beginn der einzelnen Episoden führt der Autor die Leserinnen und Leser durch die herrliche und artenreiche Naturlandschaft des Flusses, macht sie mit den dort lebenden Nationen und deren Traditionen bekannt. Er gibt einen kurzen Überblick über die politischen Ambitionen der damaligen Großmächte Deutschland und Sowjetunion auf die Länder am Bug. Die dann folgenden Episoden fügen sich gekonnt über die Einführungserzählung „Das Eiserne Kreuz“ in die Lebenswelt am Bug ein. Als Augenzeuge schildert der Autor, mit dem Jahre 1940 beginnend, tragische und bis heute unbekannte Ereignisse, die sowohl von den deutschen als auch von den russischen Aggressoren begangen worden sind.
Der Autor wurde 1927 in einem kleinen Ort am Bug geboren, wo er seine Kindheit verbrachte. Im Jahre 1946 musste seine Familie den Bug verlassen, da dieses Gebiet an die Sowjetunion kam. In Oberschlesien fand er seine neue Heimat. Nach dem Erlernen des Berufes Techniker studierte er an der Technischen Hochschule Warschau. Nach erfolgreichem Hochschulabschluss arbeitete er als Ingenieur für Heizungs- und Sanitärtechnik in verschiedenen Betrieben. 1951 heiratete er, aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Für seine beruflichen Arbeiten erhielt er den Staatspreis 3. Klasse und zwei ministerielle Preise. Vor seiner Berentung im Jahre 1981 war er Generalprojektant. Für seine gesamten Arbeitsleistungen erhielt er nach seinem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben den zweithöchsten zivilen Orden Polens, die Polonia Restituta, den Orden der Wiedergeburt Polens, der seit 1921 durchgängig verliehen wird. Nach der politischen Wende verzog die Familie nach Deutschland.
Bogdan Nowosad
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