Selbst diejenigen, die die 68er ablehnen, leugnen nicht ihre gesellschaftliche Bedeutung für den kulturellen Wandel. Dieser Band fasst Diskussionsbeiträge einer Tagung zu zentralen Ideen der 68er-Bewegungen zusammen.
Der Sammelband zur Tagung »68 – soziale Bewegungen und geistige WegbereiterInnen« diskutiert die zentralen Ideen und Leitbilder, an denen sich die 68er-Bewegungen orientiert haben. Hierbei zeigt sich, dass sich deren Utopien und ihre Kritik am Status quo nicht auf einen weltanschaulichen Nenner bringen lassen: Die Beiträge in diesem Buch stellen deshalb die Frage nach den vielfältigen intellektuellen Voraussetzungen, die die (Gegen-)Kulturen, Ideen, Theorien und Lebensstile der Bewegungen beeinflusst haben. Deren Ideenhorizont wird durch Beiträge zu Marxismus, Feminismus, zur Frankfurter Schule und zu literarischen Strömungen rekonstruiert, alle Texte nehmen darüber hinaus aus den Perspektiven von ’68 auf zeitgenössische Themen Bezug.
Mit Beiträgen von Alfred Betschart, Jens Bonnemann, Peggy H.-Breitenstein, Hannah Chodura, Christian Dries, Paul Helfritzsch, Michael Jenewein, Werner Jung, Wolfgang Kraushaar, Jörg Müller Hipper, Sabine Pamperrien, Gerhard Schweppenhäuser und Thomas Zingelmann
Jens Bonnemann
Jens Bonnemann studierte Philosophie an der Universität Essen und der Ruhr-Uni Bochum. 2005 schloss er die Promotion an der Uni Bonn ab. 2014 habilitierte er an der FSU Jena über »Das leibliche Widerfahrnis der Wahrnehmung«. Bei zu Klampen veröffentlichte er »1968. Soziale Bewegungen, geistige WegbereiterInnen« (2019).
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»Die Herausgeber wehren sich gegen glattgezogene Interpretationen und Narrative, gegen Helden- ebenso wie gegen Verdammnisgeschichten.«
Jahrbuch Extremismus und Demokratie, Jg. 32, 2020
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