Es gibt wohl kaum ein Thema, welches die Fashion-Branche in den letzten Jahren so geprägt hat wie das der Vertikalisierung. Neue Erfolgsmodelle sind am Markt entstanden, die die Spielregeln, Arbeitsweisen und Erfolgsfaktoren der Branche neu definiert haben. Das vorliegende Buch stellt die Kernergebnisse einer umfassenden Forschungsstudie dar, die seit dem Jahr 2002 bis heute den Prozess der Vertikalisierung der Branche begleitet und dabei die wesentlichen Arbeitsweisen und Erfolgsmodelle des vertikalen Retail-Managements von Unternehmen in der Praxis untersucht hat. Das Projekt wurde am Institut für Handel und Marketing an der Universität Trier durchgeführt und maßgeblich unterstützt und gefördert von der Wilhelm-Lorch-Stiftung, der TextilWirtschaft sowie der Unternehmensberatung hachmeister+partner. Darüber hinaus erhielt das Projekt den Förderpreis der Wilhelm-Lorch-Stiftung im Rahmen des Forums der TextilWirtschaft.
Das vorliegende Buch skizziert die wesentlichen Erfolgsfaktoren des vertikalen Retail-Managements in der Fashion-Branche und stellt anhand von konkreten Praxisbeispielen aus Industrie und Handel innovative Umsetzungsmodelle entlang des gesamten vertikalen Retail Loops vor. Dabei reicht die Palette der abgebildeten Prozesse von der Flächensteuerung Pre- und In-Season über die Sortimentsentwicklung und -steuerung bis hin zu den zu schaffenden Umsetzungsvoraussetzungen in Beschaffung, Logistik und Informationstechnologie. Mit dieser Sammlung innovativer Konzeptansätze liefert die vorliegende Publikation Unternehmen konkrete Anhaltspunkte und Ideen für die Umsetzung einer erfolgreichen Vertikalisierungsstrategie.
1 Einführung
2 Die Konzeption der Studie
3 Der vertikale Loop
4 Vertikale Benchmarkprozesse und -konzepte in der Umsetzung
4.1 Unternehmensbeispiele aus dem Handel
- Selfridges - Event-Management
- Karstadt - Management und Steuerung der vertikalen Marke InScene
- Konen, München - Vertikales Category-Management in Stammabteilungen
- BTE & Modehaus Röttgen - das EDI-Clearing-Center
- Modehaus Kaiser, Freiburg - saison- und wachstumsorientierte Lieferantenplanung
- L+T, Osnabrück - wertigkeitsorientiertes Flächenmanagement
- Wilh. Ranck, Sulingen - vom Fachhändler zum zielgruppenorientierten Dienstleitungszentrum
4.2 Unternehmensbeispiele aus der Industrie
- Marc O´Polo & hochwertiger Filialist - Depotplanung und -steuerung
- Mexx - Customer-Relationship-Management
- Oui - Handelspartnermanagement
- Gelco - Erfolgsmodell Concession-Shops
- Greystone & Modehaus Ramelow - aggregatgenaue Flächenplanung und -steuerung
- shirtdotnet.com - das vertikale Geschäftsmodell eines "Customizers"
4.3 Unternehmensbeispiele von Vertikalen
5 Zusammenführung: Zukunftspotenziale der vertikalen Fashionbranche
6 Zusammenfassung und Fazit
Markus Janz
Benchmark Distribution Erfolgsindikator Fashion-Branche Fashion-Brand Flächencontrolling Handelspartnermanagement Konzeption Logistikprozess Markenführung Merchandise-Standard POS-Management Retail-Management Season-Management Sortimentierung