Ein Film von Annette Dittert und Fritz Pleitgen.
Fritz Pleitgen, langjähriger Berichterstatter aus dem Osten Europas, und Annette Dittert, Polenkorrespondentin der ARD, machen in „Der stille Bug“ eine spannende Zeitreise
durch die zerrissene Grenzlandschaft von Polen, Weißrussland und der Ukraine. Dabei treffen sie Menschen, deren Schicksale die dramatischen Wechselfälle dieser Geschichte widerspiegeln.
Annette Dittert und Fritz Pleitgen führen den Zuschauer in eine der interessantesten Landschaften Europas, die lange vergessen war und nun durch die Erweiterung der EU wieder in unser Blickfeld rückt. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs beschlossen die Alliierten im Abkommen von Jalta, den Fluss Bug zur neuen Trennlinie zwischen Polen und der Sowjetunion zu machen. Das alte Galizien, das mit seinem legendären Vielvölker-Gemisch in literarischen Kreisen einmal als Geheimtipp Europas galt, zerfiel mit dieser Entscheidung. Es wurde zu einer vergessenen Welt im Herzen Europas – in deren Mitte ein Fluss entspringt, den nur Wenige kennen: der Bug. Er durchquert eine mythische Landschaft, in der sich die großen Dramen der europäischen Geschichte auf engstem Raum ereignet haben. Der Bug hat dabei immer wieder eine entscheidende Rolle gespielt.