Nicht erst seit der aktuellen Finanzkrise ist die Bedeutung des Kapitalanlagemarktes für das Funktionieren der Gesamtwirtschaft bekannt. Insofern gehört es zur zentralen Aufgabe des Gesetzgebers, die Funktionsfähigkeit und das Vertrauen in den Kapitalanlagemarkt sicherzustellen. In der vorliegenden Arbeit wird herausgearbeitet, dass die maßgebliche Gefahr hierfür von fehlenden, unrichtigen, unvollständigen und verspäteten Informationen – kurz Fehlinformation – ausgeht.
Die Autorin leistet in bisher nicht dagewesener Weise eine Zusammenschau der vorliegenden gesetzlichen Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Fehlinformation. Dafür hat sie sämtliche einschlägigen Gesetze im Zivilrecht, im Verwaltungsrecht, im Ordnungswidrigkeitenrecht und im Strafrecht auf Schutzmaßnahmen und Schutzlücken hin untersucht. Berücksichtigt werden auch die Schwierigkeiten bei der Anwendung der Normen in der Praxis. Im Ergebnis verweist sie auf zahlreiche Regelungslücken sowohl im außerstrafrechtlichen als auch im strafrechtlichen Bereich. Unter Berücksichtigung des ultima-ratio-Prinzips verdeutlicht die Arbeit, dass dabei vor allem weitere Schutzmaßnahmen im außerstrafrechtlichen Bereich erforderlich sind.
Sarah M Bischofberger
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