Die Arbeit untersucht Philip Pettits Konzeption der Freiheit als Nicht-Dominanz unter dem Aspekt ihres möglichen Beitrags für die normative Integration multikultureller Gesellschaften. Im ersten Teil werden die historischen und systematischen Grundlagen des republikanischen Freiheitsbegriffes vorgestellt und institutionelle Konsequenzen diskutiert. Der zweite Teil beschreibt die Grundprobleme des Multikulturalismus und diskutiert Ziele und Instrumente einer gruppendifferenzierten Politik. Abschließend wird die Kompatibilität der beiden Ansätze diskutiert. Im Ergebnis ist kulturelle Autonomie vereinbar mit Nicht-Dominanz, doch kann der republikanische Staat nur in begrenztem Umfang gruppenspezifische Rechte anerkennen.
Wolfgang Wittig
Autonomie Freiheit Multikulturalismus Philip Pettit Republikanismus kulturelle Identität