Literatur und Philosophie schaffen eine dem 'doch
schön geborenen Menschen', wie Hölderlin sagte, eine
zweite Wirklichkeit zur faktischen, die zur Resignation
verleiten will. Sie sollen und können darüber hinaus
führen, indem sie an gleichnishaften ästhetischen Figuren
und theoretischen Entwürfen das Selbstverständnis
des Menschen vom Fetisch alltagspraktischer Determination
lösen und mögliche Alternativen des Lebens öffnen.
Heises Ästhetik dachte von Literatur und Künsten,
wie es Max Beckmann einmal gesagt hatte: Sie zeigen
nicht das Sichtbare, sondern machen sichtbar, vor allem
uns selbst.
Wolfgang Heise