Liesbeth Bik und Jos van der Pol arbeiten seit 1995 unter dem Namen Bik Van der Pol zusammen. In ihren kollaborativen Projekten intensivieren sie die Zirkulation von Wissen: die Reaktivierung von Geschichte und Erinnerung wird zur Basis eines assoziativen Dialogs über die Aussagekraft von Information.
'Past Imperfect', so der Titel des aktuellen Projekts, umfasst eine Serie von Ausstellungen und begleitenden Zeitschriften, die 2005 im Witte de With (Rotterdam), bei Casco (Utrecht) und in der Secession gezeigt werden. Bereits 2001 gaben die performativen Arbeiten der US-amerikanischen Konzeptkünstlerin Lee Lozano den Anstoß, Beispiele radikaler Gesten (Äußerungen, Ereignisse oder Taten) zu sammeln. Die künstlerische Übersetzung dieser fortlaufenden Recherche – in Zeichnungen, Videos und Installationen – fragt u.a., auf welche Weise Radikalität in der Geschichte überlebt, ob ihr per se eine Zeitlichkeit anhaftet, oder wie sie als Ware in aktuelle Interessen integriert wird.
Bik van der Pol