1996, sieben Jahre nach dem Mauerfall und der ersten Etappe der Neuordnung der Stadt Berlin, dokumentierte die Konzeptkünstlerin Sophie Calle das Nicht-mehr-Vorhandene: die gestürzten Monumente und Staatssymbole der gescheiterten DDR. Wie zeichnet sich das Bild der lange Zeit allgegenwärtigen Embleme nach ihrer Beseitigung in den Köpfen der Bewohner? Der Künstlerin ist es gelungen, ein vielschichtiges Dokument der Vergangenheitsbewältigung zu schaffen und damit ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte lebendig zu halten. Weit darüber hinaus reicht jedoch ihre Installation als Befragung der Verbindung von Gedächtnis, Ort und Identität.Der Künstlerin ist es gelungen, ein vielschichtiges Dokument der Vergangenheitsbewältigung zu schaffen und damit ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte lebendig zu halten. Weit darüber hinaus reicht jedoch ihre Installation als Befragung der Verbindung von Gedächtnis, Ort und Identität. „Um diesen Vorgang [die Entfernung der Symbole und Denkmäler] zu dokumentieren, suchte ich Orte auf, von denen Symbole der DDR-Geschichte entfernt worden sind. Ich bat Passanten und Anwohner, die Gegenstände zu beschreiben, die einst diese leeren Stellen füllten. Ich fotografierte die Abwesenheit und ersetzte die fehlenden Monumente durch die Erinnerungen an sie.“ (Sophie Calle)
Sophie Calle