Zu seinem 50. Geburtstag wollte die Stadt Berlin seinem weltweit bekannten Bürger ein Geschenk machen: ein Sommerhaus. Diese Idee gefiel Einstein so gut, daß er sie sich - nachdem Berlin dem guten Willen nicht die Tat folgen ließ - selbst in Caputh am Schwielowsee verwirklichte. Dieses - nach Entwürfen des Architekten Konrad Wachsmann - erbaute Sommerhaus bewohnte Einstein von 1929 bis 1932. Es existiert noch heute weitgehend unverändert und befindet sich in einem Restitutionsverfahren.
Strauch rekonstruiert die Geschichte des Hauses auf dem Hintergrund der politischen und geschichtlichen Ereignisse. Einstein selber charakterisierte die Jahre der Weimarer Republik als die "paradiesische Zeit bis 1932". Dennoch erkannte er die Zeichen der Zeit und verließ Deutschland. Es folgte seine Enteignung und Nutzung des Sommerhauses als BDM-Heim. Nach Beendigung des Krieges scheiterten Rückgabeansprüche an den ablehnenden Reaktionen der sowjetischen Besatzer. Zu Zeiten der DDR nutzte die Gemeinde das Haus. Seit 1979 wird es als Gästehaus und Gedenkstätte genutzt.
Der Autor:
Dietmar Strauch, geb.1942 in Berlin, Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Informationswissenschaft an der FU Berlin. Neben Dozententätigkeit an der FU und an der Universität Potsdam seit vielen Jahren geschäftsführender Gesellschafter einer Firma für Software-Entwicklung und Design von Informationssystemen.
Dietmar Strauch
Albert Einstein Caputh Konrad Wachsmann