Die Verfasserin, Tochter des Sultans von Oman und Sansibar, verließ 1866 heimlich Sansibar und heiratete den Hamburger Kaufmann Ruete. In ihren Memoiren schildert sie rückblickend ihr Leben im Sultanspalast ihres Vaters, die Stellung der arabischen Frau in Ehe und Familie sowie das tägliche Leben in Afrika; sie schreibt über Kindheit und Erziehung, Wirtschaft, Sklaverei, religiöse Rituale, über die deutsch-sansibarische Geschichte und stellt Vergleiche zwischen den Gesellschaften an. Mit ihren Beschreibungen trat Emily Ruete den exotischen, irrealen Darstellungen des Orients in der Kunst des 19. Jahrhunderts entgegen und weckte mit ihrem Buch Verständnis für die Sitten ihrer Heimat.
Emily Ruete
Harem Neuere Geschichte Sansibar