Zur Entwicklung von neuartigen Pflanzenschutzmitteln gegen den Weizenschadpilz Mycosphaerella graminicola wurden im Rahmen dieser Arbeit neue Pathogenitätsfaktoren als potentielle molekulare Wirkorte für Fungizide identifiziert und weiterhin phänotypisch sowie molekularbiologisch charakterisiert.
Einige dieser Untersuchungen konnten zeigen, dass Mutanten von inaktivierten Signalwegsproteinen nicht fähig sind, auf Wassermedium und N-Mangelmedium filamentös zu wachsen. Auch auf Pflanzenblättern ist das filamentöse Wachstum dieser Mutanten inhibiert, so dass es zu keiner Penetration der Stomata und somit auch zu keiner Infektion der Weizenpflanze kommen kann. Die Interaktionen der Proteine, die in den generierten Mutanten inaktiviert sind, konnten mittels yeast-two-hybrid Studien untersucht werden. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen unter anderem, dass das MgSte50-Protein vermutlich als zentrales Element des MAPK-Signalwegs dient und als Adapterprotein mit MgSte11 und MgSte7 interagiert.
Bastian Kramer