Im Rahmen des quantitativen Kreditportfoliomanagements werden statistische Modelle zur Berechnung von Kreditausfallrisiken und daraus resultierenden Schäden verwendet. In der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung für Kreditinstitute (Basel II) wird von Seiten der Finanzaufsicht unter anderem verlangt, diese Modelle durch Stress-Tests zu überprüfen, um den Einfluss extremer Ereignisse auf die Werthaltigkeit eines Kreditportfolios zu ermitteln. Die vorliegende Arbeit präsentiert eine Methode, wie mit Hilfe moderner ökonometrischer Methoden der Einfluss makroökonomischer Schocks auf die Ausfallwahrscheinlichkeiten von Kreditnehmern gemessen werden kann. Aus den gestressten Ausfallwahrscheinlichkeiten werden Schadensverteilungen ermittelt, anhand derer die erwarteten Verluste ökonomischer
Schocks ebenso berechnet werden, wie die Kennzahlen Value at Risk und Expected Shortfall des betrachteten Portfolios.
Martin Falke
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