Die Bezeichnung „Bürgerlicher Realismus“ wird der Zeitperiode zwischen ca. 1850-1890 zugeordnet, welche als eine Übergangsphase zwischen den großen literarischen Epochen „Deutscher Idealismus“ und „Moderne“ eingeordnet werden kann.
Die Periode des Bürgerlichen Realismus zeichnet sich durch das Entstehen zahlreicher Dramentheorien aus, welches zum großen Teil in der Spezifik der sozial-politischen Situation gründet.
Im Zentrum dieser Theorien steht der dramatische Charakter, denn die Theoretiker dieser Zeitspanne bestimmen das moderne Drama in Hegels Nachfolge als psychologisches Charakterdrama.
Damit zeichnet sich der Gegenstand dieser Arbeit ab: die Herausarbeitung der „Charaktertheorien“ aus dem gesamten Dramenkonzept der Theoretiker des Bürgerlichen Realismus, die sich mit dieser Frage auseinandersetzen.
Die theoretischen Positionen der Autoren werden nicht nur abgeleitet, dargestellt und erläutert, sondern auch miteinander kontrastiert und in der Welt- und Kunstanschauung des jeweiligen Theoretikers ergründet und beleuchtet.
Anna Radtchik
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