Der „Scheibenkiller“ – so nennt sich der Protagonist des Romans
– wächst als Einzelkind einer schweizerischen Mutter und eines
italienischen Vaters im Bern von Mitte siebziger bis Ende der
neunziger Jahre auf. Sein selbst gewählter Name ist Programm,
denn keine Glasscheibe ist vor dem notorischen Unglücksraben
sicher, und als ob seine zahlreichen Unfälle mit Sachschaden
nicht genug des Unglücks wären, eckt er auch sonst überall an
und läßt kein Fettnäpfchen aus. Seine familiäre Umgebung ist
vor allem geprägt durch Unverständnis ihm gegenüber, die brutale
„Erziehung“ durch seinen Vater und die Hilflosigkeit seiner
Mutter. Die sich oftmals bieder und kleinkariert gebende schweizerische
Gesellschaft tut ihr Übriges, so daß es dem „Scheibenkiller“
nicht gelingen will, gesellschaftlich Fuß zu fassen, zumal
sein nicht gerade seltener Marihuanakonsum seinen kritischen
Blick auf die kleinen und großen Ungerechtigkeiten im „Käseland“
schärft. Doch ein entscheidender Wendepunkt für ihn, mittlerweile
Anfang dreißig, ist der Beginn eines völlig neuen Lebensstils
im Umkreis des „Original Jamaica Blunt“ – Stoff genug
für eine spannende, oft nachdenkliche und vor allem humorvolle
Erzählung eines unangepaßten Lebenskünstlers …
Mister X