Amnah Hofney Othman Othman Identification of Metabolic Prognostic Markers in Liver Diseases After Carbon Tetrachloride Intoxication

Identification of Metabolic Prognostic Markers in Liver Diseases After Carbon Tetrachloride Intoxication

von Amnah Hofney Othman

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Beschreibung

Identifizierung von metabolischen Prognosemarkern bei Lebererkrankungen nach Tetrachlorkohlenstoff intoxikation Chronische Lebererkrankungen sind ein häufiges klinisches Problem. Gegenwärtig basiert die Diagnose auf nicht-invasiven Verfahren wie z.B. Fibroscan, MRT und Elastographie, sowie auf minimal-invasiven Verfahren wie z.B. Bestimmungen der Lebertransaminasen und schließlich auf der invasiven Biopsie-Methode. Die genannten Verfahren haben jedoch einige Nachteile. So sind nicht-invasive Verfahren in der Regel nicht zur Früherkennung von chronischen Lebererkrankungen geeignet, während die Leberenzyme im Blut keine für die Leber spezifischen Aussagen erlauben. Der Gold-Standard für die Diagnose von Lebererkrankungen ist daher die histologische Beurteilung von Leberbiopsien. Die Verwendung von Leberbiopsien unterliegt jedoch Unsicherheiten sowohl bei der Probennahme als auch durch Inter- und Intrabeobachter-Variabilität. Diese Einschränkungen beeinflussen die diagnostische Genauigkeit, die Zuverlässigkeit und das Ansprechen der Methode auf den Behandlungserfolg. Darüber hinaus sind Leberbiopsien für den Patienten wegen möglicher Blutungen, Organperforation und einer nicht zu vernachlässigenden Letalitätsquote riskant. Daher besteht ein dringender medizinischer Bedarf an zuverlässigen und hochgenauen Behandlungsendpunkt-Indikatoren, die Leberbiopsien ersetzen können. In dieser Arbeit wird die Verwendung eines Metabolit-Screenings für die Diagnose und die Beurteilung des Verlaufs von Lebererkrankungen vorgeschlagen. Es ist allgemein anerkannt, dass akute und chronische Leberschädigungen die Regulation des Lebermetabolismus auf verschiedenen Ebenen verändern. Das Blut- oder Urin-Metabolom sollte daher das endgültige Ergebnis der Leberzellregulation und des Phänotyps einer Krankheit wiedergeben. Der Gegenstand dieser Arbeit ist die Etablierung und Validierung von Markern basierend auf Metabolitenkonzentrationen, sowohl für die Früherkennung von Lebererkrankungen als auch für die Vorhersage des Verlaufs der Lebererkrankung. Dazu wurde ein Metabolit-Screening für die Diagnose und die Untersuchung des Krankheitsverlaufs durchgeführt, um das Vorhandensein und die Schwere von der Entzündung und der Fibrose in den Lebern und im Blut von Mäusen nachzuweisen. Zur Charakterisierung der metabolischen Veränderungen bei akuten und chronischen Leberschädigungen wurde die kernmagnetische Resonanzspektroskopie (NMRSpektroskopie) eingesetzt. Die NMR ist vollständig quantitativ, gut reproduzierbar, detektiert alle Metaboliten gleichzeitig in einer nichtselektiven Messung, ist nicht-invasiv, zerstörungsfrei und ermöglicht eine vollständige Rückgewinnung der Probe. Darüber hinaus ist nur ein Minimum an Probenvorbereitung ohne die Notwendigkeit einer Derivatisierung der Probe erforderlich. Um akute toxische Leberschädigungen zu induzieren, wurden männliche C57BL / 6N-Mäuse, die eine einzige CCl4-Injektion erhalten haben, verwendet. Darüber hinaus wurde eine chronische Leberschädigung durch wiederholte Injektionen von CCl4 über 6 Wochen induziert. Zu bestimmten Zeitpunkten wurden sowohl das Blut als auch die Lebern der Mäuse entnommen. Eine Kontrollgruppe erhielt die gleiche Dosis an reinem Olivenöl. Drei bis vier Mäuse wurden für jede Gruppe verwendet. Weiterhin wurden MDR2 -/- Mäuse (4 Monate alt) mit Ly2157299 (Galunisertib; ALK5-Inhibitor) behandelt. ALK5 (TGFβ Typ I Rezeptorkinase) wurde verwendet, um das TGFβ-Signalling in MDR2 -/- Mäusen zu stören. Zwei Gruppen von Mäusen wurden verwendet: Ly2157299 wurde an die behandelten Mäuse für 14 aufeinanderfolgende Tage (150 mg / kg) oral verabreicht. Die Kontrollgruppe erhielt die gleiche Menge an Olivenöl für 14 Tage oral. Zwei Tage nach der letzten Injektion wurden sowohl Blut als auch Lebern entnommen. Biochemische Parameter, z.B. ALT und AST, nahmen während des Verlaufs der Erkrankung nach einer CCl4-Injektion zu. Diese Veränderungen waren mit der Anhäufung von extrazellulärer Matrix (ECM) und ECM-produzierenden Zellen korrelierbar, wie durch Picro-Sirius-Rot- bzw. Alpha-SMA-Färbung gezeigt werden konnte. Diese Daten geben uns einen tiefen Einblick in die Testmodelle, bei denen sowohl akute als auch chronische Leberschäden bestätigt werden konnten. Auch für das Blutplasma der Mäuse wurde ein metabolisches Profil erstellt. Überraschenderweise deuten AUC-Werte von nahe 1.000 für einige Metabolite, z.B. für Acetat, Alanin, Formiat, Glukose, Glutamin, Laktat und Phenylalanin an, dass sie als sehr gute Indikatoren für chronische Lebererkrankungen betrachtet werden können, unabhängig von der räumlichen extrazellulären Matrix (Septum- oder Gallenfibrose). Im Modell der CCl4-induzierten Septumfibrose können Betain, Citrat, Glutamin und Phenylalanin für das die Untersuchung des Krankheitsverkaufs verwendet werden, während dazu bei der Gallenfibrose 3-Hydroxyisobutyrat, Formiat, Glutamat, Glycin, Methionin und Tyrosin verwendet werden müssen. Diese Unterschiede in den Metabolitenkonzentrationen können durch hepatische Zonierung der extrazellulären Matrixdeposition erklärt werden. Es ist allgemein akzeptiert, dass bei einer CCl4-induzierten Leberschädigung die Glutaminsynthese, die Glykolyse, der Tricarbonsäurezyklus sowie der Arzneimittelmetabolismus der Phase I und der Phase II prinzipiell gestört sind. Bei der Gallenfibrose sind jedoch hauptsächlich Harnstoffbildung, Glukoneogenese und oxidative Phosphorylierung betroffen. Eine weitere Validierung in klinischen Kohorten ist zwingend erforderlich und wird als Follow-Up-Studie durchgeführt. Unsere Studie beleuchtet die Bedeutung der identifizierten Metaboliten bei Septum- und Gallenfibrose: i) Validierung der Kreislauf-basierten Leberfunktionsstörungen (Septumfibrose) und der Cholestase (Gallenfibrose) in klinischen Kohorten; die Ergebnisse liefern Wissenschaftlern, die an der Untersuchung von Lebererkrankungen arbeiten, eine Liste von Biomarkern; ii) Molekulare Analyse des Verlaufs der chronischen Lebererkrankung und Vergleich der metabolischen Profile von Blutplasma und Lebergewebe, um die Krankheitsdynamik mechanistisch zu verstehen; und iii) Bereitstellung von quantitativen, zeitabhängigen Daten für einzelne Metabolite für die weitere funktionelle Analyse durch Systembiologen.

Autor*in

Amnah Hofney Othman

Themen in »Identification of Metabolic Prognostic Markers in Liver Diseases After Carbon Tetrachloride Intoxication«

animal models carbon tetrachloride diagnostic techniques fibrosis liver diseases liver functions mice nuclear magnetic resonance spectroscopy

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Details

ISBN: 9783863879129
Verlag: Mensch & Buch
Erscheinung: 09.2018

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